Samstag, 18. November 2017

22. Juli 2009 15:29 Uhr

"Reichskanzler der Exilregierung"

Mit einem Fantasieausweis des «Deutschen Reiches» wollte ein Mann die Passkontrolle am Frankfurter Flughafen überwinden.

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Frankfurt/Main (AFP) - Mit einem Fantasieausweis des «Deutschen Reiches» hat ein 58 Jahre alter Mann die Passkontrolle am Frankfurter Flughafen zu überwinden versucht.

Nach Angaben der zuständigen Bundespolizeidirektion vom Mittwoch legte der Mann den Beamten am Samstag einen angeblich im Juni 2009 durch den «Reichsminister des Inneren» in «Groß-Berlin» ausgestellten und zehn Jahre gültigen Pass des «Deutschen Reiches» vor und gab an, damit in den Libanon reisen zu wollen.

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Doch weder diesen Fantasieausweis noch den abgelaufenen echten deutschen Reisepass wollte die Fluggesellschaft Middle East Airlines akzeptieren.

Daraufhin alarmierte der Passagier per Telefon einen angeblichen «Reichskanzler der Exilregierung - Deutsches Reich» in der Schweiz, welcher daraufhin eine «Verbalnote» an die «Provisorische Übergangsverwaltung des Alliierten Konstrukts BRD» faxte und gegen die Nicht-Anerkennung des vorgelegten Passes protestierte.

Der 58-Jährige durfte die Reise trotzdem nicht antreten. Er wurde inzwischen wegen Urkundenfälschung angezeigt, wie die Bundespolizeidirektion weiter mitteilte. Sein Fantasiepass wurde beschlagnahmt.

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