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01. November 2011 16:03 Uhr

Trauerrede

Schwester spricht über die letzten Stunden von Steve Jobs

In einer Trauerrede hat sich die Schwester von Apple-Gründer Steve Jobs verabschiedet. Seine letzten Worte: "Oh, Wow."

Eine neue Biografie über Steve Jobs schürt Spekulationen über einen Apple-Fernseher. Archivfoto: Christoph Dernbach dpa

Mona Simpson, die Schwester von Apple-Gründer Steve Jobs, hielt eine sehr persönliche Trauerrede für ihren verstorbenen Bruder. In der Rede, die der "New York Times" vorliegt, spricht die Professorin über die letzten Worte des 56-Jährigen. Medienberichten zufolge habe er seine Schwester einen Tag vor seinem Tod angerufen.  "Er bat mich so schnell wie möglich zu ihm nach Palo Alto zu kommen. Sein Tonfall war liebevoll, warmherzig, doch klang er wie jemand, dessen Gepäck schon auf dem Wagen festgezurrt wurde, der sich schon auf dem Anfang einer Reise befindet und dem es sehr leid tut, uns verlassen zu müssen."

Jobs' letzte Worte: "Oh, Wow"

In den Stunden nach ihrer Ankunft sei es ihrem Bruder Steve Jobs zunehmend schlechter gegangen. Die Nacht hätte er noch überstanden - doch am 5. Oktober 2011 hörte sein Herz auf zu schlagen. Ein jahrelanges Krebsleiden ging zu Ende. Simpson offenbart die letzten Worte ihres Bruders: "Oh Wow, oh wow, oh wow."

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Knapp einem Monat nach seinem Tod können Fans die Biografie des Apple-Gründers auch in den Deutschen Buchläden kaufen. Das Buch über Steve Jobs ist kurz nach Erscheinen das meistverkaufte Sachbuch in Deutschland geworden. Damit gelangte die von Walter Isaacson geschriebene autorisierte Biografie in dieser Woche von null auf eins der media control Sachbuch-Charts, wie das Unternehmen in Baden-Baden am Montag mitteilte.

Das Buch geht der Frage nach: Wer war Steve Jobs?

Als Vater von iPhone, iPad & Co. ist Jobs hinreichend bekannt. Aber wie war der Mensch dahinter? "Steve Jobs" soll die ultimative Biografie des Genies hinter Apple werden, Denkmal und ehrliches Porträt zugleich. Jobs selbst gab für das mehr als 600 Seiten starke Buch rund 40 Interviews, ebenso wie unzählige Menschen zu Wort kommen, die er auf seinem Lebensweg traf - und oft auch verletzte.

Jobs' Biograf Walter Isaacson, ein früherer "Time"-Chefredakteur und CNN-Boss, hatte zuvor bereits das Leben großer Figuren wie Albert Einstein, Benjamin Franklin und Henry Kissinger seziert. Er glaubt, die Antwort auf das Rätsel Steve Jobs in dessen Kindheit gefunden zu haben. Als sechs- oder siebenjähriger habe er einem Mädchen aus der Nachbarschaft erzählt, dass er adoptiert worden sei, erinnerte sich Jobs. "Also wollten deine Eltern dich nicht?", fragte sie etwas unwirsch. Weinend rannte er ins Haus und seine Adoptiveltern versicherten ihm, sie hätten ihn selbst ausgewählt, weil er etwas Besonderes sei. "Verlassen. Ausgewählt. Besonders." In diesem Dreiklang fand Isaacson das Leitmotiv von Jobs' Leben.

Spaziergang mit Steve Jobs

Seine leibliche Schwester Mona Simpson lernte Jobs erst im Jahr 1985 kennen. Auch darauf ging die Professorin für Englisch in ihrer Trauerrede ein. Sie sei damals 25 Jahre alt gewesen, als ein Anwalt bei ihr anrief. Sein Klient sei reich und berühmt und ihr lange vermisster Bruder, der sie gerne treffen würde. Den Namen wollte der Anwalt nicht nennen, woraufhin, so erzählt es Simpson, ihre Kollegen Wetten abschlossen, wer der geheimnisvolle Promi sein könnte. John Travolta stand damals besonders hoch im Kurs. Doch dann traf sie Steve Jobs - der ihr gleich beim ersten Treffen erzählte, dass er "was mit Computern mache." AZ/dpa

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