Es ist bitterkalt in Deutschland: Das Kälte-Hoch "Cooper" kommt mit Temperaturen von bis zu minus 20 Grad. Was müssen Autofahrer beachten? Von Norbert Staub

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Ab Wochenmitte wird es bitterkalt in Deutschland: Das Kälte-Hoch "Cooper" kommt mit Temperaturen von bis zu minus 20 Grad. Was müssen Autofahrer beachten?
Ab Wochenmitte wird es bitterkalt in Deutschland: Das Kälte-Hoch "Cooper" kommt mit Temperaturen von bis zu minus 20 Grad. Hier ein paar Tipps, auf was Autofahrer bei der arktischen Kälte achten sollten:
- Kühlflüssigkeit: Experten empfehlen einen Frostschutz von mindestens minus 25 Grad. Wer sein Auto regelmäßig in der Werkstatt bringt, hat in der Regel einen ausreichenden Schutz. Wenn man auf Nummer sicher gehen will, kann man in der Werkstatt oder an der Tankstelle nachschauen lassen, ob der Kühlerschutz ausreicht. Denn wenn das Kühlwasser gefriert, kann es richtig teuer werden: es droht ein Motorschaden.
- Batterie: Je kälter es wird, desto schneller macht die Batterie schlapp. Hinzu kommt, dass bei hohen Minusgraden der Motor beim Start mehr Power braucht. "Wer sich nicht sicher ist, ob der Zustand der Batterie in Ordnung ist, sollte in der Werkstatt seines Vertrauens einen Batteriecheck machen lassen", empfiehlt Dr. Christian Buric vom ADAC.
Autobatterien seien heute mehr gefordert als früher: "Je mehr Elektronik in einem Auto steckt, desto mehr wird die Batterie belastet." Vor zwei bis drei Jahren habe es immer wieder mal Probleme mit der Start-Stopp-Automatik gegeben. "Das ist jetzt aber weitestgehend ausgestanden", so Buric. - Scheibenwischer-Flüssigkeit: Hier empfehlen Experten eine Mischung, die für Temperaturen von bis zu minus 20 Grad ausreicht. Sollte das Wischwasser doch mal einfrieren ist es am besten, in eine Garage zu fahren, damit die Flüssigkeit wieder auftauen kann.
- Gefrorene Scheiben: Auf keinen Fall die Scheiben mit kochendem Wasser abtauen, denn schlimmstenfalls kann das Glas reißen. Auch der Eiskratzer ist auf die Dauer nicht ideal: Durch Schmutzpartikel können kleine Kratzer an der Scheibe entstehen, so dass die Sicht immer schlechter wird. Deshalb sollte man lieber Enteisungsspray verwenden oder in kalten Nächten eine Folie über die Windschutzscheibe legen.

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Frühstarten: Handgriffe wie anschnallen oder Scheiben freikratzen bitte immer erledigen bevor sie den Motor anschalten! Denn besonders wenn der Motor kalt ist, ist derBenzinbedarf mit bis zu 40 Litern pro 100 Kilometern besonders hoch und der Schadstoffausstoß ebenso. Vorgewärmt starten und sogar ein wenig die Umwelt schonen kann man miteiner Standheizung. 20 Minuten reichen aus, die Scheibensind frei und der Motor ist so weit auf Temperatur gebracht, dass erdurch den optimalen Betrieb den Mehrverbrauch der Standheizung beinnahewettmacht.

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Überhitzen: Die Heckscheiben- und die Sitzheizung gehören mit einem Verbrauch von0,1 Litern auf 100 Kilometern zu den bescheideneren Spritschluckern.Trotzdem sollte die Sitzheizung nur in den ersten Minuten der Fahrteingeschaltet werden. Ist der Motor warm und die Heizung gibt genugWärme ab, bringt die Sitzheizung keinen zusätzlichen Nutzen. Dienormale Heizung reicht aus, die Motorwärme kostet nicht zusätzlich.Ähnlich ist es bei der Heckscheibenheizung: Sie sollte nur danneingeschaltet werden, wenn die Scheibe tatsächlich beschlagen ist.

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Verschwenden: Auch bei der Klimaanlage sollte man im Winter auf sparsamen Einsatzsetzen. Sie verbraucht immerhin schon 0,6 Liter auf 100 Kilometern.Beim Entfrosten allerdings gilt: Bei feuchtem Wetter verhindert oderentfernt sie wirkungsvoll den Beschlag von den Scheiben. Kalte Luftenthält nämlich weniger Feuchtigkeit als warme. Der kurze Einsatz derKlimaanlage zur Enteisung kostet nach Erkenntnissen der Experten vonTÜV SÜD weniger Energie als langer Betrieb der Heckscheibenheizung oderdes Gebläses.
Wenn die Scheibenwischer festgefroren sind auf keinen Fall die Wischerblätter mit Gewalt von der Scheibe abziehen, weil sonst die empfindlichen Wischlippen zerstört werden können. Auch hier ist Enteisungsspray die bessere Variante. Oder noch besser: die Wischer in der Nacht von der Scheibe abheben.
Immer wieder frieren Scheiben auch von innen ein. "Das ist ein Problem, das unterschätzt wird", sagt ADAC-Experte Buric. Denn häufig gelangt durch Schnee an den Schuhen Feuchtigkeit in den Innenraum, was die Scheibe von innen gefrieren lässt. Buric empfiehlt spezielle Tücher, die zum einen die Feuchtigkeit aufnehmen und zum anderen die Scheibe sauber halten. - Diesel: An vielen Tankstellen wird zur kälteren Jahreszeit "Winterdiesel" angeboten. "Den gibt es nicht an jeder Tankstelle, aber auch mit dem normalen Diesel sollte es eigentlich im Winter keine Probleme geben", so der ADAC-Experte. Bei älteren Diesel-Fahrzeugen kann es aber zu Schwierigkeiten kommen, was in der Regel an mangelnder Wartung und nicht am Kraftstoff liegt. Der ADAC empfiehlt deshalb, das Auto nach Herstellervorschrift warten zu lassen, um keine unliebsamen Überraschungen zu erleben. Auf keinen Fall Normalbenzin beimischen, denn das kann bei heutigen Dieselmotoren zu Motorschäden führen.
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