Samstag, 1. November 2014

20. November 2012 16:55 Uhr

Kriminalität

Sohn soll Vater bei Bluttat an Küsterin geholfen haben

Der gewaltsame Tod einer Küsterin im niedersächsischen Braunlage war möglicherweise die gemeinsame Tat von Ehemann und Sohn. Nach der Verhaftung des 51-jährigen Vaters ist auch Haftbefehl gegen einen Sohn des Paares ergangen, weil er seinem Vater bei der Tat geholfen haben soll.

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Eine 48-jährige Küsterin ist tot im Keller der katholischen Kirche entdeckt worden. Foto: Julian Stratenschulte dpa

Der Ehemann soll die 48 Jahre alte Mutter der zehn gemeinsamen Kinder am vergangenen Freitag in den Räumen einer Kirchengemeinde in der Stadt im Harz erschossen haben. Die Leiche wurde im Keller der katholischen Kirche «Heilige Familie» gefunden. Das Motiv der Tat ist unklar.

Die Aussagen des Vaters und des 20 Jahre alten Sohns zum Tathergang sind laut Staatsanwaltschaft widersprüchlich. Die Behörde ließ am Dienstag offen, ob die Verdächtigen Geständnisse abgelegt haben und inwieweit der Sohn seinem Vater bei der Tat geholfen habe.

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Nach der Tat war der Vater mit dem 20-Jährigen und seiner 12-jährigen Tochter zunächst ins Ausland geflüchtet. Am Sonntag waren alle drei nach Deutschland zurückgekehrt. Die Männer hatten sich freiwillig der Polizei in München gestellt. Sie sollen noch in dieser Woche in die Braunschweiger Justizvollzugsanstalt gebracht werden.

Auch zum Motiv für das Gewaltverbrechen und zur Tatwaffe machte die Staatsanwaltschaft weiterhin keine Angaben. Zu Spekulationen, dass es zwischen den seit Jahren getrennt lebenden Eheleuten Streit um Geld und Grundbesitz gab, nahm die Staatsanwaltschaft keine Stellung.

Die Familie soll nach dpa-Informationen im Jahr 2006 aus dem Ruhrgebiet nach Braunlage gezogen sein. Sie hatte sich demnach dort ein Haus gekauft. Das jüngste der zehn Kinder wurde 2009 geboren. Als es finanzielle Schwierigkeiten gegeben habe, habe sich der Ehemann nach Griechenland abgesetzt. Die Küsterin soll sich danach alleine um die Kinder gekümmert haben. (dpa)

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