Vielleicht kann der in Thailand im Koma liegende Deutsche bald in die Heimat zurückgebracht werden: Die Stadt Bamberg hat für den Mann jetzt ein Spendenkonto eingerichtet.

Die Stadt Bamberg hat für den seit Monaten in Thailand im Koma liegenden Deutschen ein Spendenkonto eingerichtet. Die Stadtverwaltung teilte am Donnerstag mit, Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) sei von dem Schicksal des verunglückten Mannes betroffen und hoffe auf dessen baldige Genesung.
Eine gerichtlich bestellte gesetzliche Betreuerin kümmere sich vor Ort um den 39 Jahre alten Mann. Nach Rücksprache mit ihr hat die Stadt ein Spendenkonto eingerichtet. Das Geld soll den ärztlich betreuten Rückflug des Mannes ermöglichen. Der Mann lebte bis Juni 2008 in Bamberg und war nach Angaben der Stadtverwaltung nach Thailand ausgewandert.
Nach einem Bericht des Fränkischen Tags liegt der 39-Jährige bereits seit mehr als zehn Monaten in einer Klinik in der Küstenstadt Songkhla im Koma. Die deutsche Botschaft habe bisher vergeblich nach Angehörigen gesucht, die für den Rücktransport und die Kosten der Behandlung aufkommen könnten. Dem Bericht zufolge konnte nur die Großmutter in einem Pflegeheim ausfindig gemacht werden.
Die Klinik habe umgerechnet bereits etwa 45 000 Euro für die Behandlung ausgegeben. Der Mann war offenbar auf dem internationalen Flughafen der südthailändischen Stadt Hat Yai, die etwa 700 Kilometer von Bangkok entfernt ist, mit schweren Verletzungen an Kopf, Hals und Körper gefunden worden. Medienberichten zufolge benötigt die Klinik 10 000 Euro, um den Mann unter der Beobachtung von medizinischem Personal nach Deutschland auszufliegen. Auch das Krankenhaus hat dazu mittlerweile ein eigenes Spendenkonto eingerichtet. ddp
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