"Kein Problem, wenn man ein paar Dinge beachtet", sagt Ingo Froböse, Professor an der Sporthochschule Köln und dort Leiter des Leiter des "Zentrums für Gesundheit". Allerdings ist nicht jede Sportart für Tiefkühltemperaturen geeignet: "Von Radfahren würde ich abraten. Da kommt noch der Fahrtwind hinzu, so dass man schnell auskühlt", so Froböse. Beim Alpin-Skifahren hat der Experte keine Bedenken, empfiehlt aber, die Gesichtshaut zu schützen - entweder mit einer Creme oder einem Tuch beziehungsweise einer Skibrille.
Joggen, Walken oder Ski-Langlauf seien auch bei zweistelligen Minustemperaturen möglich - allerdings sollte man ein paar Vorsichtsmaßnahmen treffen. Hier die wichtigsten Tipps, die Sportler bei extremer Kälte beachten sollten:
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- Kleidung: Die Sportklamotten sollten atmungsaktiv sein, um Wärmestaus und starkes Schwitzen zu vermeiden. Bei Baumwolle besteht die Gefahr, dass sich das Material vollsaugt und der Körper schneller auskühlt.
Experten empfehlen das "Zwiebelschalen-Prinzip": Viele dünne Kleidungsschichten transportieren die Feuchtigkeit besser nach außen. Eine Mütze sollte bei den derzeit herrschenden Temperaturen selbstverständlich sein, denn über den Kopf kühlt man sehr stark aus. "Man sollte sich aber nicht zu dick einpacken. Wenn man losläuft, darf man ruhig ein wenig frösteln - der Körper kommt dann schon auf Betriebs-Temperatur", sagt Ingo Froböse. - Nicht sofort ins Warme: Professor Ingo Froböse empfiehlt, nach dem Sport noch fünf Minuten zu gehen oder sich zu dehnen und nicht sofort in die warme Stube zurückzukehren. Wer sich länger als fünf Minuten dehnen will, sollte das aber im Wohnzimmer machen, damit man nicht zu stark auskühlt.
- Möglichst durch die Nase atmen: Wenn es anstrengend wird, atmen viele Menschen durch den Mund statt durch die Nase. Bei hohen Minusgraden kann das aber zu Problemen mit den Bronchien führen. Beim Atmen durch die Nase wird die Luft angewärmt, ehe sie im Lungenbereich ankommt. Also lieber etwas langsamer laufen und wenn möglich durch die Nase atmen oder mit einem Tuch vor dem Mund Sport treiben. "Man kann auch noch die Außenhaut zum Schutz vor Kälte mit Babyöl einreiben und die Nasenschleimhäute mit speziellen Cremes behandeln", so Froböse.
- Keine langen Verschnaufpausen: Die Muskeln kühlen sehr schnell aus, sobald sie nicht mehr bewegt werden. Wenn man ins Schnaufen kommt, dann besser das Tempo verlangsamen oder ein paar Minuten gehen.
- Trinken: Auch bei Minustemperaturen sollten Sportler auf ausreichend Flüssigkeitszufuhr achten. Man hat zwar das Gefühl, nicht so stark zu schwitzen, doch der Körper verliert natürlich trotzdem reichlich Flüssigkeit.
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