Der damals 17-jährige Tim K. hatte am 11. März 2009 in seiner früheren Realschule in Winnenden und auf der Flucht nach Wendlingen 15 Menschen und sich selbst erschossen. Die Tatwaffe hatte sein Vater zuvor unverschlossen im Schlafzimmer aufbewahrt. Ein Gericht verurteilte den Sportschützen später unter anderem wegen fahrlässiger Tötung zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und neun Monaten auf Bewährung.
Jetzt will die Stadt Winnenden von dem verurteilten Vater des toten Amokläufers Schadensersatz haben. Dies berichtet die «Winnender Zeitung» in ihrer Samstagsausgabe. Derzeit gebe es Verhandlungen mit den Versicherungen von Vater und Mutter.
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Winnenden: Schaden von der Stadt abwenden
«Es gibt eine Rechtspflicht, Schaden von der Stadt abzuwenden», sagte Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth (CDU) im Blatt. Der Stadt in Baden-Würtemberg sei ein Schaden von 14 Millionen Euro entstanden. Bei den Forderungen handele es sich um die gebuchten Rechnungen, die im Zusammenhang mit dem Amoklauf 2009 eingegangen seien, sagte Holzwarth. Dazu zählt der Umbau der Albertville-Realschule oder die Miete für die Ersatzschule.
Kanzlei will für 30 weitere Amok-Opfer Schadensersatz
Die Stadt Winnenden sei nicht die Einzige, die Schadenersatz verlangt, schreibt das Blatt weiter. Eine Waiblinger Kanzlei habe nahezu 30 Verfahren von Opfern und Angehörigen gegen die Eltern von Tim K. angestrengt, sagte Rechtsanwalt Jens Rabe auf Anfrage der Zeitung. Bei den Schadenersatzforderungen handle es sich um Summen im fünfstelligen Bereich, je nach Grad der Verletzungen der Opfer.
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Der 1. August 1966 gilt als Auftakt der seitdem nicht mehr abgerissenen Serie von Amokläufen: An der Universität von Texas schießt ein Mann mehr als eine Stunde lang von einem Turm der Uni herunter auf Menschen. 14 Personen kommen ums Leben.
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Am 16. Oktober 1991 bringt in Killeen (Texas) ein Mann in einem Café 23 Personen um. Anschließend richtet er sich selbst.
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20. April 1999: Die beiden Schüler Eric Harris und Dylan Klebold stürmen die Columbine High School in Littleton in den USA. Sie töten dort zwölf Schüler und einen Lehrer. 24 weitere Personen werden verletzt. Danach richten sich die Amokläufer selbst. Diese Tat gilt als zweiter Auftakt von Amokläufen und als Beginn des Schul-Amoks.
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Der erste Schulamok in Deutschland findet am 26. April 2002 statt: Am Gutenberg-Gymnasium in Erfurt tötet der 19 Jahre alte Schüler Robert S. 16 Menschen. Danach richtet er sich selbst. Der Amokläufer war ein Jahr zuvor von der Schule verwiesen worden.
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In Emsdetten schießt ein 18-Jähriger 20. November 2006 in seiner ehemaligen Schule um sich. Mehrere Menschen werden verletzt. Dann tötet sich der Täter selbst.
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Am 16. April 2007 erschießt ein Mann an der Technischen Universität von Virginia 32 Menschen und verletzt 15 weitere. Es ist der folgenschwerste Amoklauf in der Geschichte der USA.
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Der Amoklauf von Winnenden am 11. März 2009: Der 17 Jahre alte Tim K. tötet 15 Menschen. Nachdem einer mehrstündigen Flucht vor der Polizei tötet er sich selbst.
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Am 22. Juli 2011 lässt der spätere Amokläufer Anders Behring Brevik eine Autobombe in Oslo detonieren. Danach fährt er auf die nahegelegene Insel Utoya und tötet etwa 70 Jugendliche.
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Bei einem Amoklauf im belgischen Lüttich tötet ein 33-jähriger Belgier am 13. Dezember 2011 sechs Menschen und verletzt 124 weitere Opfer.
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In Serbien erschießt ein Mann im April 2013 insgesamt 13 Verwandte und Nachbarn, darunter sechs Frauen und ein kleines Kind.
Eingerechnet würden auch Kosten zur Bewältigung des Ereignisses wie der Einsatz von Notfallseelsorgern und Psychologen oder die Organisation der Feiern zum ersten Jahrestag des Amoklaufes.

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Amoklauf in Winnenden

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