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09. Februar 2010 09:30 Uhr

Eurovision Song Contest

Stefan Raabs Suche nach "Unser Star für Oslo" geht weiter

Mit "Unser Star für Oslo" bekamen die Zuschauer gestern eine Show mit hochkarätigen Auftritten zu sehen. Allerdings musste sich Stefan Raab gegen das Saalpublikum wehren. Von Fabian Schweyher

Shows und Songs mit Stefan Raab

Zehn Nachwuchstalente, fünf kommen in die nächste Runde, fünf fliegen raus. Nach diesem simplen Prinzip flimmerte Dienstagabend erneut die Sendung "Unser Star für Oslo" von Stefan Raab über die Bildschirme. Der Gewinner der mehrteiligen TV-Show fährt für Deutschland zum Eurovision Song Contest nach Oslo.

Stimmgewaltig begann die Sendung, als die 18-jährige Jennifer Braun die Bühne betrat und "I'm outta love" von Anastacia in das Mikrofon schmetterte. Dabei fühlte sich die jüngste der zehn Kandidaten sichtlich wohl. Der Auftritt war dermaßen energiegeladen, dass die Fernsehzuschauer eine entgeistert schauende Sarah Connor zu sehen bekamen. "Wirklich beeindruckend", sagte die Jurorin anschließend knapp. Auch "Jurypräsident" Stefan Raab fand den Auftritt "erschreckend gut".

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Neben Connor und Gastgeber Raab saß dieses Mal auch Peter Maffay in der Jury. Die Jury mussten die Nachwuchstalente allerdings nicht fürchten. Die Juroren urteilten sachlich und gingen freundlich mit den jungen Künstlern um. Während Peter Maffay stets den netten Onkel gab und Kritikpunkte dezent ansprach, ging Sarah Connor direkter zur Sache: So gab sie einem Kandidaten den Tipp, "auch mal die Eier zu haben", hohe Tonlagen zu singen.

Weniger brachial, dafür detailgenau schilderte Stefan Raab seine Meinung. Abgesehen von kleinen Späßchen gab sich der Moderator von TV-Total freundlich und seriös. Einmal musste er sich sogar gegen das Publikum wehren, als es ihm böse Absichten unterstellte. Die Situation: Nach dem starken Auftritt der Sängerin Maria-Lisa Straßburg sagte Raab wohlwollend, dass es bei einer Darbietung eben nicht "nur um Optik" gehe. Erheitertes Raunen im Publikum. Als er ihr dann auch noch gutherzig bescheinigte, "du bist eben ein Typ" - erneut Gelächter im Publikum. Raab ließ sich das nicht gefallen, betrat die Bühne und bemühte sich gegenüber der jungen Sängerin, jedes Missverständnis auszuräumen.

Überhaupt schien der Erfinder der Show an dem Abend das aufmerksamste Jurymitglied zu sein. Er bescheinigte dem Sänger Behnam Seifi nicht nur die "Nummer 1 im Hüftkreisen" zu sein. Raab entdeckte auch das unscheinbare grüne Band, das der Iraner als Symbol für die iranische Oppositionsbewegung um das Handgelenk gebunden hatte.

Alles in allem bekamen die Zuschauer eine unterhaltsame, angenehme und zügige Live-Show zu sehen, die erfrischend und selbstbewusst auf Trash und Krawall vergleichbarer Sendungen verzichtete. Dabei präsentierten sich die jungen Künstler sympathisch, ihre Auftritte waren weitgehend auf hohem Niveau. Fabian Schweyher

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