Elsässische Störche haben anscheinend ihren Scharfblick verloren und verwechseln Gummibänder mit Regenwürmern.
Im Fußballstadion von Dannemarie im Oberelsass haben sich die Bewohner über kleine Häufchen Gummibänder am Fuß der Scheinwerfer-Masten des Stadions gewundert.
Des Rätsels Lösung: Es handelt sich um den herausgewürgten Mageninhalt der einheimischen Störche, der Symbolvögel des Elsass. «Die Störche ruhen sich gern auf den Mastspitzen aus und bekommen dann anscheinend Magendrücken. Sie merken, dass sie statt Regenwürmer Gummibänder verschluckt haben», sagte der Bürgermeister der 2500-Einwohner-Ortschaft, Paul Mumbach, am Mittwoch im französischen Rundfunk.
In den letzten Monaten seien am Fuß der Masten mehrere Kilogramm Gummibänder eingesammelt worden, sagte er. Auch Tierschützer halten diese Erklärung für wahrscheinlich. «Nichts ähnelt einem Regenwurm mehr als ein Gummiband», sagte der Vorsitzende der elsässischen Vereinigung für die Wiedereinführung der Störche, Gérard Wey.
Den Gummi-Fraß hätten sich die Zugvögel in Spanien angewöhnt, wo sie im Süden des Landes offene Abfallhalden nach Nahrung durchsuchten. Eine ähnliche Müllhalde gibt es auch in der Nähe von Dannemarie. Wey warnte davor, dass verschluckte Gummibänder für Störche tödlich sein können. Man sollte die Abfälle noch stärker trennen, empfahl er.
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