Samstag, 16. Dezember 2017

25. März 2013 16:44 Uhr

Sommerzeit

Ticken Sie noch richtig? Am Sonntag ist Zeitumstellung

In der Nacht zum Sonntag, 31. März, wird die Uhr auf Sommerzeit umgestellt. Und einige werden wieder rätseln, ob uns eine Stunde Schlaf genommen oder geschenkt wird.

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Ab Sonntag gilt wieder die Sommerzeit. Die Uhren werden nachts um eine Stunde vorgestellt.
Foto: Martin Schutt dpa

Mini-Jetlag könnte man es nennen. Am Tag nach der Umstellung auf die Sommerzeit fühlen sich viele schlapp und ausgepowert. In der Nacht auf Sonntag, 31. März, wird die Uhr wieder um eine Stunde vorgestellt. Sprich: Wenn es zwei Uhr ist, ist's auch schon wieder drei Uhr. Wir werden um eine Stunde unseres Schlafes gebracht.

Benjamin Franklin ist der eigentliche Urheber der Zeitumstellung. Bereits 1784 formulierte er seine Idee, durch eine Zeitumstellung den Kerzenverbrauch zu senken, in einem Brief an eine Pariser Zeitschrift. Wahrscheinlich hat er seinen Vorschlag aber nicht ernst gemeint. Hierzulande wurde die Sommerzeit erstmals 1916 anlässlich des Ersten Weltkrieges eingeführt. Die Umstellung wurde bis 1918 beibehalten. Seither gab es verschiedene Ansätze. 1947 gab es zum Beispiel zusätzlich zur Sommerzeit eine Hochsommerzeit.

Zeitumstellung: Um das Tageslicht auszunutzen

Die Ölkrise 1973 veranlasste die Länder Europas dazu, Möglichkeiten für einen geringeren Energieverbrauch zu suchen. Einige Jahre später wurde die Sommerzeit eingeführt, um das Tageslicht besser ausnutzen zu können. Der englische Ausdruck für die Sommerzeit lautet: "Daylight Saving Time". Damit ist der eigentliche Zweck der Umstellung wörtlich benannt.

Mitte der 90er Jahre einigte man sich auf eine einheitliche Sommerzeit

In Deutschland wurde die Zeitumstellung erst 1980 vollzogen, weil sich die beiden deutschen Staaten erst untereinander einigen mussten. Man wollte verhindern, die BRD und die DDR auch noch zeitlich zu trennen. Mitte der 90er Jahren einigte man sich innerhalb der EU auf eine einheitliche Sommerzeit. Seitdem werden in allen europäischen Ländern am letzten Sonntag im März die Uhren um eine Stunde vorgestellt. Am letzten Sonntag im Oktober werden die Uhren dann wieder auf Winterzeit (Normalzeit) zurückgestellt.

Eigentlicher Zweck der Zeitumstellung verfehlt

Der eigentliche Zweck der Zeitumstellung wurde, wie man inzwischen weiß, verfehlt. Zwar braucht man durch die zusätzliche Stunde Tageslicht während der Sommerzeit weniger elektrisches Licht, aber morgens wird dafür mehr Energie zum Heizen verbraucht. Unterm Strich ist der Energieaufwand dadurch - einigen Studien zufolge - sogar höher.  Außerdem sind viele Experten davon überzeugt, dass sich die Zeitumstellung negativ auf den Biorhythmus auswirkt. Studien haben ergeben, dass sich am darauffolgenden Montag mehr Verkehrsunfälle als sonst ereignen. (kat)

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