Sonntag, 19. Mai 2013

16. April 2011 08:01 Uhr

Reinemachen in den eigenen vier Wänden

Tipps für den Frühjahrsputz: So geht der Winterdreck weg!

Sobald im Frühling die ersten Sonnenstrahlen durch die Fenster scheinen, werden Staub und Schmutz sichtbar. Hier ein paar Tipps zum richtigen Frühjahrsputz. Von Eva-Marie Dusik

Wer für den Frühjahrsputz einen übersichtlichen Plan mit realistischer Zeiteinteilung erstellt, vermeidet Stress, Hektik - und somit auch Unfälle.
Foto: dpa

Der Frühling ist da. Die ersten Sonnenstrahlen fallen durch die Fenster in Häuser und Wohnungen und machen Staubpartikel und Schmutzflecken erst richtig sichtbar. Zeit also, sich mit voller Energie und Kraft einem umfangreichen Hausputz zu widmen.

Doch woher kommt eigentlich die Angewohnheit, ausgerechnet im Frühling groß Reine zu machen? AZ-Online hat mit einer Expertin gesprochen, und sich wichtige Tipps rund um den Frühjahrputz geholt.

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Eigentlich ist die Notwendigkeit des großen Frühjahrsputzes schon längst überholt, sagt Hauswirtschaftsmeisterin Rosemarie Weber vom Deutschen Hausfrauen Bund (DHB)-Netzwerk Haushalt. Denn früher war es besonders wichtig, nach der Heizperiode im Winter zu reinigen. "Damals wurde ja mit Kohle oder Holz geheizt, deswegen waren die Räume oft verrußt oder voll Asche. Deswegen haben die Menschen nach dem Winter ihre Häuser oder Wohnung gründlich sauber gemacht", so die Expertin. Außerdem gibt es laut Weber Arbeiten wie zum Beispiel Fenster putzen, die man im Winter und bei Frost einfach nicht machen kann.

Frühjahrsputz aus Tradition

Dass die Tradition des Frühjahrsputzes aber trotz Zentralheizung erhalten geblieben ist, schreibt Weber mehr einem grundsätzlichen Bedürfnis der Menschen zu. "Im Frühling werden wir wieder aktiver. Außerdem verspüren wir das Bedürfnis nach Erneuerung." Jetzt ist also die Zeit, mit Elan und Schwung an die Arbeit zu gehen. Außerdem sei das Frühjahr von der Stimmung her gut geeignet, durch den Haushalt zu stöbern.

Und was das Beste ist: Man braucht zum richtigen Putzen gar keine Hightechgeräte. Doch auch Großmutters Tipps sind heutzutage nur noch begrenzt sinnvoll, so Weber weiter. Auf jeden Fall parat haben sollte man eine  Kehrschaufel und einen kleinen Besen, einen großen Kehrbesen,  Staubsauger, Wischmopp oder -lappen, Staubwedel oder -tuch, einen großen Eimer Wasser, einen kleinen Eimer Wasser, Universalreiniger, einen Abfallbehälter, Microfasertücher und Fensterputzzubehör. Und was nach Meinung der Hauswirtschaftsmeisterin besonders sinnvoll ist: Man sollte auf jeden Fall mit System vorgehen. Denn eine sinnvolle Arbeitseinteilung spart viel Zeit und Energie ein.  Dabei kann man sich an einfache Regeln halten: "Am Besten putzt man entweder von innen nach außen, von oben nach unten, von hinten nach vorne, im oder gegen den Uhrzeigersinn" rät die Fachfrau.

Bevor man startet, sollte man sich allerdings genau überlegen, was man putzen will, und welche Utensilien man dazu braucht und ob man überhaupt ausreichend Zeit hat, alles das Vorgenommene zu erledigen, rät Weber.

Auf Sicherheit achten

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Arbeitssicherheit. "Beim Putzen sollte man auf jeden Fall festes Schuhwerk tragen, und nicht in Pantoffeln oder gar Highheels auf eine Leiter oder gar auf Stühle klettern", so Weber. Auch sollte man Stolperfallen vermeiden, und falls Kinder im Haushalt sind, muss in jedem Fall darauf geachtet werden, dass sie nicht an die Putzmittel kommen.

Und selbst wenn sich über die Wintermonate viel Dreck angesammelt hat, muss man mit den Putzmitteln nicht verschwenderisch umgehen. "Ein kleiner Spritzer reicht. Denn nicht der Schaum ist das, was sauber macht. So kann man Geld sparen und die Umwelt schonen", betont die Expertin.

Generell gilt beim Putzen: Auf umweltfreundliche Mittel achten. Oft reiche auch ein gutes Microfasertuch und Wasser, um z.B. die Fenster richtig zu putzen. Wichtig sei dabei aber unbedingt, dass man auf die Qualität des Putzzubehörs achte.

Und einen Tipp hat die Fachfrau noch: Zum Entkalken keine Essigsäure verwenden. Die kann nämlich das Material angreifen. Besser, man verwendet dazu Zitronen- oder Milchsäure.

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