Arme Larissa: "Austria's Topmodel" wird immer häufiger von den anderen Mädels fertig gemacht. Doch sie weiß sich zu wehren. Von Anja Steinbrecher

Von Anja Steinbrecher
Bei "Germany's next Topmodel" ging's diese Woche nicht hoch hinaus, sondern tief hinunter. Für die verbliebenen zehn Mädels stand ein Unterwasser-Shooting an. Heidi nahm's wie immer locker: "Es könnte schon mal sein, dass da ein Hai vorbei schwimmt". Verständlich, dass die Gute nicht selbst im Wasser plantschen wollte.
Nein, die Model-Mama sah dem lustigen Treiben lieber vom U-Boot aus zu. Knapp unter der Wasseroberfläche wurde dann wahlweise panisch gestrampelt oder hektisch nach Luft geschnappt. Manche Mädels hatten es mit dem nassen Element eher weniger am Hut. Katrina zum Beispiel: "Ich trinke es gerne und dusche mich damit - aber das war's dann auch".
Den Sprung ins offene Meer haben nichtsdestotrotz alle gewagt. Jessica schickte noch schnell ein Stoßgebet zum Himmel ("Mein letztes Wort: Amen") und Sarah sprach eine eher weniger hoffnungsvolle Prophezeiung aus ("Wir werden alle sterben!") Soweit ist es dann doch nicht gekommen. Die Haie hatten keine Lust auf Haut und Knochen.
Zickenkrieg: Deutschland gegen Österreich
Intrigant, wie sie nun mal sind, schnitten die Macher von "Germany's next Topmodel" immer wieder Szenen zusammen, in denen Larissa von den andern Mädels systematisch fertig gemacht wurde. Keine kam mit ihrer Art zu Recht und keine wollte mit ihr in Miami ein Hotelzimmer teilen. Da konnte man schon fast ist ein bisschen Mitleid mit "Austria's Topmodel" bekommen.
Doch erstaunlicherweise vergoss die Österreicherin keine einzige Träne. Nein, die 16-jährige Zielscheibe aller Giftpfeile schoss schlagfertig zurück: "Mädels, ich weiß, dass ich hier unerwünscht bin. Aber je mehr ihr mich unterdrückt, umso mehr Ehrgeiz entwickel' ich und umso weniger werdet ihr mich los." Wohl doch nicht so innig, die Liebe zwischen Deutschen und Österreichern.
Keines der Mädchen musste den Koffer packen
Für die Topmodel-Kandidatinnen aller Nationen ging's anschließend mehr oder weniger vereint zum Cheerleader-Training ins Football-Stadion der Miami Dolphins. Einziges Highlight war Mandys zutreffende Selbsteinschätzung: "Wenn ich tanze, sehe ich aus, wie ein Spargel auf Urlaub".
Wesentlich mehr Talent bewies die rothaarige Maria beim mutigen Posieren mit einem Krokodil ohne Maulkorb. Die Fotos von ihrem Sonnenbrillen-Werbevertrag sahen jedenfalls deutlich hübscher aus, als sämtliche Portraits der "Seeungeheuer" vom Unterwasser-Shooting.
Irgendwie enttäuschend, dass Heidi keine einzige ihrer Mädels nach Hause schickte. So wird das mit der Gleichberechtigung zwischen Deutschen und Österreichern nie was. Am Ende der Folge waren es immer noch neun gegen eine.
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