Wetter
Fr.
-9°C
Wetter
Sa.
-8°C

03. Februar 2010 07:05 Uhr

Eurovision Song Contest

"Unser Star für Oslo": Raabs erste Suche nach Grand Prix-Talenten

Mit "Unser Star für Oslo" gingen Stefan Raab und seine prominente Jury gestern zum ersten Mal auf Talentsuche für den Eurovision Song Contest. Ob Hoffnungen für den Grand Prix dabei waren, verrät Manuel Wenzel.

Shows und Songs mit Stefan Raab
"Unser Star für Oslo" - so heißt die Show, in der die ARD und Pro Sieben in Kooperation den deutschen Teilnehmer am Eurovision Song Contest 2010 suchen. Gestern Abend lief die erste von acht Sendungen. Dabei mussten sich fünf der insgesamt 20 Kandidaten bereits verabschieden.Jurypräsident Stefan Raab hatte zu Beginn der Sendung "hochkarätige musikalische Glanzleistungen" angekündigt. Auch wenn diese hohe Messlatte nicht von allen Kandidaten übersprungen wurde, so zeigten die meisten Nachwuchstalente doch ansprechende bis gute Leistungen. Das Publikum in Köln spendete bei allen zehn Auftritten auf der imposanten Bühne viel Beifall. Und auch die Jury kritisierte "auf hohem Niveau", wie es mehrere Male betonte. Sinnfreie oder derbe Sprüche á la DSDS gab es von ihm übrigens nicht. Dies war angesichts des gesanglichen Niveaus der Teilnehmer nicht notwendig und hätte auch nicht ins Gesamtbild der Sendung gepasst.In der Jury, die jedoch nur beratende Funktion hatte (die Entscheidung über Wohl und Wehe der Kandidaten lag beim Publikum) saßen neben dem TV-Event-Dauerbrenner Raab dieses Mal Yvonne Catterfeld und Marius Müller-Westernhagen. Letzterer hatte sich anfangs der Sendung sogar als "eigentlich kein Fan von Castingshows" geoutet. Man könne die Teilnehmer in solchen Formaten stets nur schwer miteinander vergleichen, sagte er. Dies trifft zweifelsfrei auch auf "Unser Star für Oslo" zu. Von Robbie Williams und Seal über Pink bis hin zu den Eagles - die von den Kandidaten selbst ausgesuchten Lieder deckten ein breites Spektrum ab. Große Unterschiede gab es auch bei den Musikstilen und vor allem den Typen, die auf der Bühne standen. Der 26-jährige Musiklehrer Benjamin Peters stellte Raab zufolge eine "Mischung aus Elvis und David Bowie" dar, während Gartenbau-Azubi Michael Kraus (24) seinem Stil getreu mit Wollmütze performte, was besonders Yvonne Catterfeld gefiel und Stefan Raab ein lobendes "Du hast echt Eier" entlockte. Einen großen Fanclub auf den Rängen hatte der 21-jährige Sportstudent Cyrill Krueger. Nach seiner Interpretation von "Hotel California" waren sogar einzelne "Zugabe-Rufe" zu hören. Große Favoritin der Jury war jedoch Lena Meyer-Landrut, mit 18 Jahren das Küken. Sie "flashte" Raab, Müller-Westernhagen attestierte ihr "Starpotenzial" und Catterfeld würde "jederzeit die Platte kaufen". Fürs Weiterkommen reichte es letztlich bei Lena, Cyrill, Katrin Walter ("nobody knows") Meri Voskanian ("release me") und Kerstin Freking ("my immortal").Mit den übrigen zehn Teilnehmern geht es am kommenden Dienstag weiter. Wenn die Kandidaten ihr Niveau bis zum Finale von "Unser Star für Oslo" am 12. März noch etwas steigern können und mehr Power in ihre Auftritte legen, sollte gewährleistet sein, dass der Repräsentant von "Germany" in Oslo zumindest Chancen auf ein respektables Abschneiden hat.

Artikel kommentieren

Umfragen

Rettet Raab den Grand Prix?

Rettet Raab den Grand Prix?





Realität schlägt Witze