Freitag, 23. Februar 2018

13. Februar 2018 14:27 Uhr

Wien

Verschollene Klimt-Zeichnung nach Jahrzehnten aufgetaucht

Eine jahrzehntelang verschollene Zeichnung von Gustav Klimt ist in Linz aufgetaucht. Eine mittlerweile verstorbene Museumssekretärin hatte "Zwei Liegende" im Schrank versteckt.

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Gustav Klimt gehört zu den bekanntesten österreichischen Malern.
Foto: Barbara Gindl, dpa (Archiv)

Ein seit Jahrzehnten verschollen geglaubtes Bild des österreichischen Malers Gustav Klimt (1862-1918) ist wieder aufgetaucht. Wie der Bürgermeister der Stadt Linz, Klaus Luger (SPÖ) am Dienstag mitteilte, hatte eine 1977 pensionierte und im Dezember 2017 verstorbene Museumssekretärin die Zeichnung "Zwei Liegende" widerrechtlich besessen.

In ihrem Testament verfügte sie demnach, sie nach ihrem Tod der Stadt zurückzugeben. Die Frau habe das Werk jahrelang in einem Schrank versteckt.

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Museumssekretärin versteckte "Zwei Liegende" im Schrank

Die 1965 verstorbene Eigentümerin der Zeichnung, Olga Jäger, hatte die "Zwei Liegenden" 1951 zusammen mit drei Bildern von Egon Schiele (1890-1918) an die Neue Galerie, das heutige Lentos Kunstmuseum von Linz, verliehen. Als Jägers Erben 2006 die Leihgabe zurück haben wollten, waren die Werke nicht aufzufinden.

Sie verklagten die Stadt durch alle Instanzen auf Schadenersatz. Das Bürgermeisteramt von Linz äußerte am Dienstag die Hoffnung, dass nun auch die drei Schiele-Bilder "Junger Mann", "Tote Stadt" und "Paar" wieder auftauchen werden. (afp)

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