Startseite
Icon Pfeil nach unten
Panorama
Icon Pfeil nach unten

Medienkrise in Großbritannien: Vorwürfe gegen den "Daily Mirror"

Medienkrise in Großbritannien

Vorwürfe gegen den "Daily Mirror"

  • |
  • |
  • |
    Der Skandal um abgehörte Telefone und bestochene Polizisten schockte Großbritannien.
    Der Skandal um abgehörte Telefone und bestochene Polizisten schockte Großbritannien. Foto: dpa

    Nach "News of the World" gerät im Skandal um abgehörte Telefone und bestochene Polizisten in Großbritannien jetzt auch der "Daily Mirror" immer mehr ins Visier. Parlamentsabgeordnete mehrerer Parteien forderten am Donnerstag den früheren "Mirror"-Chefredakteur Piers Morgan auf, zur Aufklärung von Vorwürfen gegen sein früheres Blatt beizutragen. Die Ex-Frau von Musiker Paul McCartney, Heather Mills, hatte zuvor erklärt, ein "Mirror"-Journalist habe ihr gegenüber zugegeben, ihre Mailbox angezapft zu haben.

    Der Herausgeber der Zeitung, die Trinity Mirror Group, wies alle Vorwürfe zurück. Ihre Journalisten hätten sich bei ihren Recherchen ausschließlich im Rahmen der gesetzlichen Grenzen bewegt. Dem zum Konzern von Medienzar Rupert Murdoch gehörenden  Konkurrenzunternehmen News International waren illegale Recherchepraktiken nachgewiesen worden. Die Boulevardzeitung "News of the World" musste deshalb eingestellt werden. Mehrere frühere Journalisten wurden vorübergehend festgenommen, Manager und Polizeifunktionäre mussten zurücktreten.

    Unterdessen wurde bekannt, dass neben dem konservativen britischen Premierminister David Cameron auch der Ministerpräsident von Schottland, Alex Salmond, eine große Nähe zu Managern des Murdoch-Konzerns gepflegt hatte. Nachdem Cameron mindestens 27 Treffen mit Murdoch und seinen Top-Leuten zugegeben hatte, wurde am Donnerstag bekannt, dass Salmond den Medienmogul mehrfach persönlich zu Sport- und Musikveranstaltungen eingeladen hatte. dpa

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein
    Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden