Sonntag, 23. Juli 2017

06. Januar 2017 15:12 Uhr

Feiertage 2017

Wer sind die Heiligen Drei Könige und was feiern wir da?

"Heilige Drei Könige" fällt 2017 auf einen Freitag. Welche Bedeutung steckt hinter dem Feiertag und wer sind eigentlich die Heiligen Drei Könige?

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Die Heiligen Drei Könige auf einer Postkarte.
Foto: epd

Der Feiertag "Heilige Drei Könige" (Heilig Drei König) ist den meisten Christen ein Begriff. Doch wissen Sie auch, warum der Tag gefeiert wird? Und wann der Feiertag begangen wird?

Der Feiertag "Heilige Drei Könige" findet in jedem Jahr an einem anderen Wochentag statt. Das Datum dafür bleibt aber immer gleich: der 6. Januar. Im neuen Jahr 2017 naht der Termin also.

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Heilige Drei Könige 2017: Feiertag am 6. Januar

Anlass für die Feierlichkeiten ist eine bekannte Erzählung aus der Bibel. Demnach folgen die Heiligen Drei Könige - auch Weise aus dem Morgenland oder "Sterndeuter" genannt - dem Stern von Bethlehem. Dieser führt sie in einen einfachen Stall, in dem das Jesuskind geboren wurde.

Allerdings: Ob es sich wirklich um drei Könige handelt, ist unklar. Im Neuen Testament der Bibel gibt es dazu keine Angabe. Die Legende von den Dreien entstand erst später.

Die Namen Caspar, Melchior und Balthasar tauchen erstmals in Legenden aus dem 6. Jahrhundert auf.

Heilige Drei Könige bringen Gold, Myrrhe und Weihrauch

In der katholischen Kirche heißt der Dreikönigstag "Epiphanie", was "Erscheinung des Herrn" bedeutet. Dabei stehen drei kirchliche Segnungen im Mittelpunkt: Die Wasserweihe als Erinnerung an die Taufe Jesu, die Segnung des Weihrauches zur Erinnerung an die Opfergaben der drei Weisen und die Weihe und Ausräucherung der Häuser.

Die drei Weisen werden auch Könige genannt, weil sie wohl Fürsten im Morgenland waren oder aus königlichem Geschlecht stammten. Heute glaubt man zu wissen, dass es sich um drei hochgelehrte Magier gehandelt hat, die einem seltenen Stern gefolgt sind und dabei in Bethlehem landeten. Sie führten "königliche Geschenke", nämlich Gold, Weihrauch und Myrrhe mit sich und wurden so zu "Königen".

In Süddeutschland war es einst Brauch, am Vorabend des Dreikönigstages – es ist die letzte der geheimnisvollen Raunächte – Haus und Stall mit Weihrauch auszuräuchern. Mit dem an Dreikönig geweihten Wasser wurden und werden auch heute noch in vielen Familien die Räume besprengt; mit der geweihten Kreide werden an die Türen im Haus und Hof die drei Buchstaben C+M+B und die Jahreszahl geschrieben. Die Anfangsbuchstaben C+M+B beziehen sich nach kirchlicher Auslegung aber nicht auf die drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar. Sie drücken vielmehr den lateinischen Segensspruch aus: Christus Mansionem Benedicat = Christus segne dieses Haus.

Aus den „Heiligen Drei Königen“ sind in unserer Zeit die Sternsinger hervorgegangen. Dabei schlüpfen Kinder und Jugendliche in orientalische Gewänder und ziehen als „Heilige Drei Könige“ von Haus zu Haus. Sie singen, beten und erbitten den Segen für das Haus und dessen Bewohner. Begleitet werden die drei Könige dabei von einem Sternträger. Die Sternsinger sammeln jeweils in einer landesweiten Aktion für caritative Zwecke. 2017 steht die Unterstützung der Region Turkena in Kenia im Mittelpunkt, wo vor allem die Kinder stark unter den Folgen des Klimawandels zu leiden haben.

Das Datum in der katholischen Kirche: der 6. Januar. Ebenso ist der Termin in der evangelischen Kirche datiert. Die orthodoxe Kirche feiert den Tag hingegen am 25. Dezember - gleichzeitig mit dem 1. Weihnachtsfeiertag.

Bauernregeln: Was am Dreikönigstag laut Brauchtum gilt

Mit „Dreikönig“ am 6. Januar wird der Tag schon etwas länger und es gibt einige Bauern- und Wetterregeln zu diesem Tag:

  • Ist Dreikönig hell und klar, gibt’s viel Wein in diesem Jahr.
  • Heiligdreikönig sonnig und still, der Winter vor Ostern nicht weichen will.
  • Ist bis Dreikönig kein Winter, so kommt auch keiner mehr dahinter.

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