US-Sänger Bobby Brown (43) will nicht am Drogenkonsum und -tod seiner Ex-Frau Whitney Houston schuld sein. Er habe im Gegensatz zu anders lautenden Gerüchten keine harten Drogen genommen, bevor er die Pop-Sängerin traf. «Ich fühle mich ganz schrecklich. Aber ich weiß, dass es anders war», sagte er in einem US-Fernsehinterview, das am Mittwoch auf NBC ausgestrahlt werden soll. Bevor er Houston kennenlernte, habe er lediglich Alkohol getrunken und Marihuana geraucht.

-
Whitney Houston war ein Superstar, die Queen of Pop, eine Legende. Mit nur 48 Jahren ist sie jetzt gestorben.

-
Die Nachricht erschütterte die USA und die Musikfans weltweit am Samstagabend. Und obwohl Houston in den letzten zehn Jahren mehr mit Alkohol und Drogen als mit Musik und Filmen, mehr mit Entziehungskuren und Aussetzern als mit Hits und Balladen Schlagzeilen gemacht hatte, war die Nachricht ein Schock.

-
Ihr Debütalbum, das schlicht ihren Namen trug, schlug schon ein wie eine Bombe. Gleich drei Songs wurden Nummer-Eins-Hits und auch die Platte selbst kletterte an die Spitze der Charts.
-
ANZEIGE
Bobby Brown geschockt über Whitney Houstons Todesursache
Er sei «nicht derjenige gewesen, der Whitney zum Drogenmissbrauch verleitet habe», so der Ex-Mann. Er sei geschockt gewesen, als er erfuhr, dass Kokain beim Tod der Sängerin im Februar eine Rolle gespielt habe. «Ich war in den vergangenen sieben Jahren clean. Ich hatte das Gefühl, sie auch. Ich wusste nicht, dass sie immer noch damit kämpfte», so der Grammy-Gewinner.
-
Whitney Houston war eine der bekanntesten und erfolgreichsten Sängerinnen der 80-er und 90-er Jahre. Sie starb im Februar 2012 im Alter von 48 Jahren.
-
Geboren wurde Whitney Houston am 9. August 1963 in Newark, New Jersey. Bereits mit 14 Jahren machte sie erste Schallplattenaufnahmen. 1979, mit 16 Jahren, sang sie im Background von Chaka Khans Lied "I’m Every Woman". Mit dem Lied war sie später selbst erfolgreich.
-
1985 erschien ihr Debütalbum Whitney Houston - und wurde ein gigantischer Erfolg. Die Platte mit Songs wie "Saving All My Love for You", "Nobody Loves Me Like You Do" und "How Will I Know" verkaufte sich allein in den USA 13 Millionen Mal.
-
Auch ihr zweites Album "Whitney" 1987 wurde ein Welterfolg. Der Song "I Wanna Dance With Somebody" daraus erhielt einen Grammy.
-
Unvergessen ist Whitney Houstons Leinwanddebüt an der Seite von "Bodyguard" Kevin Costner 1992. Die Single "I Will Always Love You" hielt sich wochenlang in den internationalen Hitparaden.
-
Für Schlagzeilen sorgte Houston aber nicht nur durch Musik, sondern auch mit ihrem Privatleben. 1992 heiratete sie den skandalträchtigen R&B-Sänger Bobby Brown. Die Eheprobleme der beiden wurden bis zur Scheidung 2007 nicht selten öffentlich ausgetragen.
-
Auch ihre Drogensucht machte Schlagzeilen. Nach mehreren Entziehungskuren schien Whitney Houston diese zwar 2006 besiegt zu haben. Doch im Mai 2011musste sie ein weiteres Mal auf Drogen- und Alkohol-Entzug gehen. «Whitney nimmt freiwillig an dem Programm teil, um damit ihren langjährigen Genesungsprozess zu unterstützen», hieß es in einer Erklärung.
-
2010 ging sie auf Deutschland-Tournee - ein trauriges Fiasko, kein glorreiches Comeback. Beim Auftakt-Konzert in Berlin ließ sie ihre Stimme oft im Stich, mehrmals nahm sich die 46-Jährige minutenlange Auszeiten. Viele Zuschauer quittierten die bizarre Darbietung mit Buh-Rufen.
-
15 Jahre nach ihrem letzten Filmauftritt stand die amerikanische Sängerin dann Ende 2011 wieder als Schauspielerin vor der Kamera - in dem Musikfilm «Sparkle».
-
Im Februar 2012 starb Whitney Houston.
Kokain im Blut: Whitney Houston ist in Badewanne ertrunken
Brown saß wiederholt wegen Alkohol- und Drogendelikten hinter Gittern. Erst Ende März war er wegen Trunkenheit am Steuer festgenommen worden. Aus der Ehe von Houston und Brown stammt Tochter Bobbi Kristina (19). Das Paar hatte sich 2007 scheiden lassen. Die Sängerin war am 11. Februar im Alter von 48 Jahren in einem Hotel in Beverly Hills in der Badewanne ertrunken, nachdem sie Kokain konsumiert hatte. dpa/AZ

-
Am Samstag fuhr der Leichenwagen mit dem Sarg von Whitney Houston in Newark vor.
Foto: dpa

-
In der Gemeinde, in der Houston bereits als Kind im Gospelchor sang, trafen sich Familie und Freunde um Abschied zu nehmen.
Foto: dpa

-
Das zog auch zahlreiche Medienvertreter an.
Foto: dpa
Jetzt bestellen! Das neue iPad inkl. e-Paper.
Artikel kommentieren