Freitag, 24. Mai 2013

06. Oktober 2011 14:34 Uhr

Wissenschaft

Willkommen zur Yeti-Konferenz in Sibirien

Es wird eng für den Yeti. Forscher tauschen jetzt ihr Wissen über den Schneemenschen aus.

Wissenschaftler aus sieben Ländern sind dem sagenumwobenen Schneemenschen bei einer Konferenz in Sibirien auf den Fersen – davon sind sie zumindest überzeugt. In der Stadt Taschtagol, rund 3200 Kilometer östlich von Moskau, präsentieren sie verblüffendes Detailwissen. „Bei uns heißt der Yeti ,Bigfoot‘ und jagt Hirsche“, erklärt der kanadische Biologe John Bindernagel nach Angaben örtlicher Medien. Dagegen sei der russische Yeti Vegetarier, merkt der Moskauer Experte Anatoli Fokin an: „Er liebt Hafer.“ Die Forscher planen bei der bis Samstag laufenden Konferenz einen Ausflug – und hoffen auf ein Treffen mit dem Fabelwesen.

Die Legende des Yetis ist viele Jahrzehnte alt. Seriöse Beweise für die Existenz eines solchen Wesens gibt es nicht. Die Expertenrunde in Sibirien nimmt ihre Forschungen dennoch ernst.

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„Das Interesse am Yeti ist international geradezu explosionsartig gestiegen. In den USA wurden jetzt seine DNA-Spuren gesichert“, sagt Igor Burzew. Der russische Wissenschaftler ist Leiter dieser ersten Yeti-Konferenz im Riesenreich seit 1958. Aus Schweden, Estland, den USA, der Mongolei, China und Kanada sind Forscher angereist. Sie alle vereine ein Ziel, betont Jeff Meldram aus dem US-Bundesstaat Idaho: „Wir wollen im Terrain zumindest Spuren finden.“ Der Yeti-Fuß sei nämlich „sehr interessant gebaut“, unterstreicht der Anthropologe mit Verweis auf vermeintliche Abdrücke des Wesens im Yellowstone-Nationalpark. „Yetis heben ihre Ferse fast senkrecht an.“

Der Yeti soll schon oft gesehen worden sein

Von „unschätzbarem Wert“ für die Forscher sind die vielen „Yeti-Sichtungen“ in dem Gebiet Kemerowo, in dem der Tagungsort liegt. „Er ging seltsam gebückt und war sicher kein Bär“, sagt der Jäger Sergej Karpow. Und er schiebt gleich hinterher: „Ich schwöre, dass ich nicht betrunken war.“ Der Hirte Asat Chaschijew spricht von einem „menschenähnlichen Wesen mit dunkler Wolle“.

Wildhüter installierten unlängst vor der Asass-Höhle bei Taschtagol eine Kamera mit Bewegungsmelder. Ein „Beweisfoto“ gelang noch nicht. Dennoch ist auch für die Gebietsverwaltung von Kemerowo der Schneemensch alles andere als ein Fabelwesen. Einmal gaben die Behörden sogar eine offizielle „Yeti-Warnung“ heraus. Und ansonsten verdient die Kommune kräftig mit dem Verkauf von Souvenirs. dpa

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Konferenz | Moskau | Sibirien

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