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17. Juni 2009 22:20 Uhr

Neuer Wirbel in Rom

Zahlte Berlusconi die Frauen für Party-Auftritte?

Die Vorliebe des Silvio Berlusconi für junge Schönheiten gerät erneut in die Schlagzeilen. Er soll Frauen bezahlt haben.

Berlusconi stoppt Tausende von Fotos
Foto: DPA

Rom (dpa) - Die Vorliebe des italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi (72) für junge Schönheiten gerät erneut in die Schlagzeilen.

Die Mailänder Zeitung «Corriere della Sera» berichtete am Mittwoch, ein Unternehmer der süditalienischen Stadt Bari habe in abgehörten Telefonaten von jungen Damen gesprochen, die für ihre Teilnahme an Festen des Regierungschefs in seinen Villen in Rom und auf Sardinien bezahlt worden seien.

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Gegen den apulischen Unternehmer, der Berlusconi seit Jahren kennen soll, werde nun wegen Anstiftung zur Prostitution ermittelt.

Justizkreise in Bari bestätigten dies: Wegen des Verdachtes der Verleitung zur Prostitution werde nun «in exklusiven Räumlichkeiten in Rom und auf Sardinien» ermittelt. Bei den Hinweisen auf eine Bezahlung der Frauen müsse geprüft werden, ob es nur Prahlerei des Unternehmers gewesen sei oder es sich tatsächlich um Verleitung zur Prostitution handle.

Ursprünglich sei der Unternehmer abgehört worden, weil gegen ihn ein Korruptionsverdacht bei der Auftragsvergabe von Krankenhausausstattung und Prothesen besteht.

«Ein weiteres Mal füllen sich die Zeitungen mit Müll und Lügen», kommentierte Berlusconi die Berichte. Er soll aber am Mittwochnachmittag seinen Anwalt Nicolò Ghedini sowie den italienischen Justizminister Angelino Alfano zu einem nicht offiziellen Treffen zu sich gerufen haben. Beide wollten den Fall danach nicht kommentieren.

Der italienische Regierungschef sorgt immer wieder mit seinen erotischen Ausschweifungen für Schlagzeilen. Zuletzt hatte ein mögliches Verhältnis des 72-Jährigen mit einer gerade volljährigen Schülerin für Aufregung gesorgt, das vom Regierungschef dementiert wird. Seine Frau will sich deshalb trotzdem scheiden lassen. Berlusconi vermutet hinter den Berichten ein Komplott der Linken, das ihn schwächen soll.

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