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23. Februar 2012 07:45 Uhr

Zugunglück in Argentinien

Zug-Katastrophe im Bahnhof: 49 Tote und Hunderte Verletzte

Ungebremst ist ein Zug in Buenos Aires in den Kopfbahnhof gerauscht. Es gab eine Katastrophe.

Bei dem schweren Zugunglück in Argentinien sind nach neuesten Angaben mindestens 49 Menschen  getötet und 675 weitere verletzt worden. Wie Vertreter des  Zivilschutzes am Mittwoch (Ortszeit) mitteilten, waren unter den  Opfern 200 Schwerverletzte. Der mit 2000 Menschen besetzte Zug war am Mittwochmorgen mit rund 20 Stundenkilometern in den Kopfbahnhof Once in Buenos Aires eingefahren und dort ungebremst gegen einen  Prellbock gestoßen. Unter den Toten war ein Kind.

Viele Menschen werden noch vermisst

Stunden nach dem Unfall suchten zahlreiche Menschen in  Krankenhäusern, in einer Leichenhalle und auf einem Friedhof nach  vermissten Angehörigen. «Ich war in fünf Krankenhäusern und konnte  meine Frau nicht finden», sagte ein Mann namens José. Seine  schwangere Frau habe in einem der ersten Waggons gesessen. Eine  Frau namens Luisa suchte ihren 24-jährigen Sohn. «Man sagte uns,  einige würden operiert und man wisse nicht, wer sie sind.» Es gebe  erst Klarheit, wenn die Patienten aus dem Operationssaal kämen. Fernsehsender veröffentlichten Fotos von Vermissten, im Internet  wurden soziale Netzwerke für die Suche genutzt.

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Unter den Verletzten war auch der Zugführer, der von  Rettungskräften aus der eingequetschten Lokomotive befreit wurde.  Laut Verkehrsminister Juan Pablo Schiavi verfügt der 28-Jährige  eine einwandfreie Akte. Die Regierung rief eine zweitägige Staatstrauer aus. Argentiniens Präsidentin Cristina Kirchner sagte  eine Pressekonferenz zum Streit mit Großbritannien um die Falkland-Inseln ab.

Erst vor fünf Monaten waren in Buenos Aires bei einem Zugunglück elf Menschen ums Leben gekommen und mehr als 200 verletzt worden. Im März 2008 wurden in Dolores gut 200 Kilometer südlich der argentinischen Hauptstadt 18 Menschen getötet und 47 verletzt, als  ein Bus von einem Zug gerammt wurde. afp

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