In dem umstrittenen tschechischen Atomkraftwerk Temelin nahe der bayerischen Landesgrenze hat sich ein Zwischenfall ereignet.
In der Nacht zum Montag wurde im tschechischen Atomkraftwerk Temelin ein Defekt an der Dichtung einer Hilfspumpe entdeckt, die den Primärkreislauf mit Kühlwasser versorgt. Dies teile Kraftwerkssprecher Marek Svitak mit.
Die Betreibergesellschaft CEZ stufte den Zwischenfall vorläufig auf der INES-Skala für Störfalle auf der Stufe 0 (geringe sicherheitstechnische Bedeutung) ein und informierte die Atomaufsicht in Prag. Techniker konnten die Hilfspumpe nach dem Start eines Ersatzsystems abstellen und leiteten das ausgetretene Wasser in ein Sammelbecken um. Der betroffene Reaktorblock mit einer Leistung von 1011 Megawatt blieb trotz des Defekts ohne Unterbrechung in Betrieb.
Temelin liegt rund 60 Kilometer von der bayerischen Landesgrenze entfernt. Der Atommeiler ist wegen seiner Kombination von amerikanischen Leitsystemen mit russischer Reaktortechnik umstritten. Tschechien plant, das AKW um zwei Reaktorblöcke zu erweitern. dpa/lby
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