Die Arbeitslosigkeit in Griechenland steigt auf den höchsten Stand in seiner Geschichte. Grünen-Politiker Cohn-Bendit warnt inzwischen vor einem möglichen Putsch in Griechenland.


Die Arbeitslosigkeit in Griechenland steigt immer weiter. Die Arbeitslosenquote betrug im Februar 21,7 Prozent. Das ist der höchste Stand in der Geschichte des Landes, wie die griechische Statistikbehörde (ELSTAT) am Donnerstag mitteilte. Insgesamt waren 1,070724 Millionen Menschen ohne Job.
Bereits im vergangenen Dezember hatte die Arbeitslosigkeit die psychologisch wichtige Marke von einer Million Arbeitslosen überschritten. Die Quote lag im Februar 2011 bei 15,2 Prozent. Arbeitslose erhalten in Griechenland nur ein Jahr lang Arbeitslosengeld. Danach ist keine Unterstützung mehr vorgesehen. Der Euro hat sich am Donnerstag trotz großer politischer Probleme in Griechenland und zunehmender Sorgen um Spanien bei 1,30 US-Dollar gehalten
Der grüne Europaabgeordnete Daniel Cohn-Bendit sieht in Griechenland ohne Nothilfe von außen die Gefahr eines Militärputsches. In einem Interview der französischen Zeitung «Le Monde» meinte er am Donnerstag: «In Griechenland ist der politische Raum eingestürzt, man muss ein Signal der Hoffnung setzen. Wenn man die Griechen sich alleine durchwursteln lässt, dann riskiert man einen Militär-Putsch. Der Fall des Lebensniveaus wäre noch dramatischer!» Er persönlich glaube nicht, dass ein Ausstieg Athens aus dem Euro-Verbund machbar sei. Wichtiger sei es, mit den Griechen einen Ausweg zu suchen, damit sie ihren Verpflichtungen nachkommen könnten. dpa/AZ
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