Montag, 20. Mai 2013

01. Mai 2012 20:56 Uhr

Hamburg und Berlin

Ausschreitungen bei Mai-Demonstrationen

Ausschreitungen bei den Mai-Demos: In Berlin und Hamburg droht die Lage zu eskalieren. Randalierer werfen Steine und Flaschen - in Zürich ist Tränengas im Einsatz.

Bei der «Revolutionären-1. Mai-Demonstration» in Berlin ist es am Dienstagabend zu Ausschreitungen gekommen. Kurz nach dem Start des Aufzugs mit mehreren tausend Teilnehmern im Stadtteil Kreuzberg warfen Randalierer Flaschen und Steine gegen Einsatzbeamte, wie ein Polizeisprecher mitteilte.

Randalierer werfen Steine und Flaschen auf Polizisten

Die Stimmung sei eine «deutlich andere» als bei den friedlichen Veranstaltungen am Nachmittag. Auf dem traditionellen «Myfest» im Kreuzberger Kiez hatten den ganzen Tag über zehntausende Besucher gefeiert.

ANZEIGE

Ausschreitungen bei Mai-Demonstration in Berlin

Die Demonstration zum «Revolutionären 1. Mai», die in der Vergangenheit immer wieder Ausgangsppunkt von Krawallen war, führt in diesem Jahr erstmals in den benachbarten Stadtteil Mitte, wo sich auch das Regierungsviertel befindet. In der Nacht zum Dienstag hatte es bei den Walpurgisnachtfeiern in Berlin und Hamburg nur vereinzelte Zwischenfälle gegeben.

Ausschreitungen am Rande von Demonstration zum 1. Mai in Zürich

Am Rande eines Demonstrationszuges zum 1. Mai ist es in Zürich zu Ausschreitungen gekommen. Jugendliche setzten am Dienstag in der Schweizer Stadt Mülleimer in Brand und warfen Steine und Flaschen auf Polizisten. Diese wiederum setzten laut dem Bericht eines AFP-Korrespondenten Wasserwerfer und Tränengas gegen die rund 20 Angreifer ein.

Polizei setzt Tränengas gegen Steinewerfer ein

Der Hauptdemonstrationszug zum Tag der Arbeit durch Zürich verlief friedlich, nach Angaben der Polizei nahmen daran etwa 12.000 Menschen teil. Erst später kam es zu den Auseinandersetzungen, die Polizei nahm mehrere Menschen fest.

In Zürich kommt es zum 1. Mai öfters zu Ausschreitungen. Im vergangenen Jahr hatte die Polizei mehr als 500 Festnahmen vermeldet.

Revolutionäre 1. Mai-Demo in Hamburg gestartet

Unter dem Motto «Keine Alternative zur Revolution!» hat am Dienstagabend in Hamburg die sogenannte revolutionäre 1. Mai-Demonstration begonnen. Rund 1400 Teilnehmer zogen von den St. Pauli-Landungsbrücken über die Reeperbahn, Ziel war der Stadtteil Ottensen. Gleich zu Beginn warfen einige Demonstranten Böller auf Beamte und zündeten bengalische Feuer.

Auf Transparenten der Teilnehmer aus dem linksradikalen Spektrum war unter anderem «Tod dem Faschismus» zu lesen. Viele Demonstranten hatten zuvor im schleswig-holsteinischen Neumünster gegen Neonazis protestiert.

Revolutionäre 1. Mai-Demo: Hamburg erwartet Nacht mit Gewalt

Die Veranstalter der Hamburger Mai-Demonstration hatten rund 1000 Teilnehmer angemeldet. «Wir rechnen damit, dass es friedlich ist», sagte eine Polizeisprecherin vor Beginn der Veranstaltung. Die Beamten waren sich aber für mögliche Ausschreitungen gerüstet, mehrere Hundertschaften waren im Einsatz. Im Anschluss an die Demonstration war es in den vergangenen Jahren zu Krawallen gekommen.

Der Vorabend des 1. Mai, die Walpurgisnacht, war im Hamburger Schanzenviertel in diesem Jahr friedlich verlaufen. dpa/afp/AZ

Jetzt bestellen! Das neue iPad inkl. e-Paper.

Artikel kommentieren



Neu in den Foren