Donnerstag, 20. Juni 2013

03. Februar 2012 10:00 Uhr

Kosovo

De Maizière schließt Truppenabzug derzeit aus

Verteidigungsminister Thomas de Maizière schließt einen Truppenabzug aus dem Kosovo derzeit aus. Der Verteidigungsminister sagt, dass das Problem jedoch nur die Politik lösen könne.

Der deutsche Verteidigungsminister Thomas  de Maizière schließt wegen der unruhigen Lage im Kosovo einen Abzug von Soldaten zum jetzigen Zeitpunkt aus. «Die Lage ist dort unverändert schwierig», teilte de Maizière am heutigen Freitag in Brüssel mit. Er sagte dies am Rande eines Treffens der Verteidigungsminister der NATO, bei dem der Einsatz der NATO-Truppe KFOR auf der Tagesordnung stand. «Ich sehe zum gegenwärtigen  Zeitpunkt keine Möglichkeit, weitere Truppen zurückzuziehen.»

De Maizière schließt Truppenabzug aus Kosovo derzeit aus

Der Norden des Kosovos an der Grenze zu Serbien ist seit Monaten  Schauplatz von Feindseligkeiten zwischen Kosovaren und Serben. Bei Attacken serbischer Demonstranten auf Soldaten der NATO-Truppe KFOR waren im Jahr 2011 viele Soldaten verletzt  worden, darunter auch viele Deutsche. An der KFOR-Truppe sind etwa 1300  Soldaten der Bundeswehr beteiligt. Serbien erkennt die Unabhängigkeit des Kosovos nach wie vor nicht an.

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Verteidigungsminister: Problem kann aber nur die Politik lösen

»Die Soldaten können die Lage allerdings nur stabilisieren,  lösen kann das Problem nur die Politik», so Thomas de Maizière. Nötig  seien besonders Gespräche zwischen Serbien und dem Kosovo, die  derzeit unter Vermittlung der Europäischen Union stattfinden. «Die  Beteiligten müssen zu einer Einigung kommen bei einer ganzen Reihe  von Themen im Bezug auf das Nordkosovo», meinte auch der Generalsekretär der NATO, Anders Fogh Rasmussen, bei dem Treffen im belgischen Brüssel. AZ/afp

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Thomas de Maizière | Kosovo