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13. Februar 2012 12:37 Uhr

Politikverdrossenheit

Die FDP leidet am meisten

Die großen Parteien verlieren immer mehr Mitglieder. Sowohl CDU und SPD als auch FDP schrumpften 2011 deutlich. Nur zwei Parteien gewannen neue Anhänger.

Viele großen Parteien leiden unter Mitgliederschwund. Laut einer Umfrage haben alle im Jahr 2011 Mitglieder verloren - bis auf auf die Piraten die Piraten und die Grünen. Wie eine Emnid-Umfrage im Auftrag der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung ergab, schrumpften sowohl CDU und SPD als auch FDP und Linke deutlich. Am härtesten traf der Mitgliederschwund demnach die FDP: Binnen eines Jahres verlor sie rund 5400 Parteigänger, fast acht Prozent.

Die Grünen gewannen als einzige im Bundestag

Zum Jahreswechsel hatten die Liberalen demnach nach eigenen Angaben noch 63.123 Mitglieder.

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Die Grünen gewannen als einzige der im Bundestag vertretenen Partei neue Anhänger hinzu - im Laufe des vergangenen Jahres waren es rund 6000, ein Zuwachs von fast elf Prozent auf 59.019 Mitglieder. Im Aufwind ist auch die Piratenpartei: Sie knackte Anfang des Jahres die 20.000-Mitglieder-Marke. 8000 neue Mitglieder meldeten sich laut Umfrage bei den Piraten an.

CDU und SPD liefern sich bei starken Verlusten weiter ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den ersten Platz bei der Mitgliederstärke. Erstmals rutschten beide Parteien laut der Umfrage unter die 500.000-Marke, wobei die SPD ihren Mitgliederstand zum Jahresende noch nicht beziffern konnte. Vor 20 Jahren hatte die SPD noch fast eine Million Mitglieder. Die CDU verzeichnete nach eigenen Angaben noch 489.896 Beitragszahler, 15 418 weniger als ein Jahr zuvor.

Parteien erscheinen als machtlos

Laut Klaus Peter Schöppner, Geschäftsführer des Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid, ist der allgemeine Mitgliederschwund erklärbar. Er sagt: «Die Parteien sind einfach nicht mehr attraktiv genug.» Das Problem sei, dass die Parteien angesichts der Europäisierung der Politik verstärkt als machtlos erschienen. «Der Bürger hat den Eindruck, dass Politiker immer weniger bewegen können.» Außerdem werde Politik von vielen Menschen immer weniger verstanden. dpa

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Berlin | FDP | Parteien | Philipp Rösler



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