Dienstag, 21. Mai 2013

20. Oktober 2010 09:55 Uhr

Verlängerung

EU-Parlament uneinig über längeren Mutterschutz

EU-Parlament stimmt am Mittwoch über den Mutterschutz in Europa ab. Eine einheitliche Position muss noch mit dem EU-Ministerrat verhandelt werden. Von stni

Verlängerter Mutterschutz? Nicht mit der Bundesregierung. Die hat die Pläne als zu teuer verworfen. Damit ist das Vorhaben aber noch nicht gestorben.
Foto: DPA

Das EU-Parlament stimmt am Mittwoch über eine Verlängerung des Mutterschutzes ab. Eine einheitliche Position muss noch mit dem EU-Ministerrat verhandelt werden.

Die Auszeit für die Babypause soll von 14 auf 20 Wochen verlängert werden, und das bei voller Bezahlung. In Deutschland beträgt der Mutterschutz derzeiz nur 14 Wochen. Deutschland und weitere EU-Länder sind gegen diese Verlängerung, meist aus Kostengründen: Hierzulande haben die Arbeitgeber Mehrkosten durch den Mutterschutz von 1,7 Milliarden Euro ausgerechnet. Nach der ersten Lesung der geplanten Änderungen muss sich das Parlament mit dem EU-Ministerrat über einen Kompromiss einigen.

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Der Dachverband der Europäischen Gewerkschaften ETUC fordert derweil eine Verlängerung des Mutterschutzes in der Europäischen Union von 14 auf 18 Wochen. Vor der Abstimmung über die Schutzfrist am Mittwoch erklärte ETUC-Arbeitsmarktexpertin Veronika Nilsson: «Bleiben Mütter länger im Mutterschutz, sichert dies langfristig die Qualität der Arbeit.» Deshalb müsse sich die EU auf Mindeststandards einigen, die weibliche Arbeitskräfte in allen Mitgliedsstaaten wirksam schützten, sagte Nilsson.

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