Die EU will mit der Handy-Abzocke Schluss machen. Im Juli fallen die Preise für mobiles Surfen im Ausland.


Urlaub in Portugal, ein kleines Selbstporträt vor den roten Felsen der Algarveküste und mit ein paar netten Zeilen schnell mal bei Facebook online gestellt. Wer im Ausland mit seinem Handy ins Internet ging, musste sich bislang auf eine heftige Rechnung gefasst machen. Damit soll nun langsam Schluss sein. Das Europäische Parlament hat gestern eine Höchstgrenze für Roaming-Gebühren beschlossen.
Die EU-Parlamentarier beobachten die schon länger mir Argwohn. Bereits seit 2007 gelten Grenzen für Gespräche und SMS. Doch weitere Preissenkungen blieben aus. Von „Abzocke“ und „astronomisch hohen Tarifen“ beim mobilen Surfen sprach die CSU-Abgeordnete Angelika Niebler deshalb gestern auch.
Am 1. Juli treten im EU-Raum nun neue Höchstgrenzen in Kraft. Wer dann außerhalb des eigenen Heimatnetzes mit seinem Smartphone im Internet unterwegs ist, zahlt nur noch 70 Cent plus Mehrwertsteuer pro Megabyte. Von Juli 2014 an werden die Preise auf höchstens 20 Cent gesenkt. Mutmaßlich 2015 sollen die Auslandszuschläge dann ganz entfallen.
Auch der kurze SMS-Gruß an die Lieben daheim wird im Juli mit höchstens neun Cent spürbar günstiger. Von 2014 an dürfen sogar nur noch sechs Cent für das Verschicken von Kurznachrichten berechnet werden. Darüber hinaus sollen kleinere Anbieter künftig leichteren Zugang zu den Mobilfunknetzen bekommen. „Es muss endlich mehr Wettbewerb in die Märkte kommen“, erklärte die EU-Parlamentarierin Niebler dazu. dr/zif/AZ
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