Donnerstag, 20. Juni 2013

07. Januar 2012 09:24 Uhr

Garg im Gespräch

FDP - Mit Geschlossenheit aus der Existenzkrise

Nach dem Drei-Königstreffen zieht der Kieler FDP-Landesvorsitzende Heiner Garg eine positive Bilanz. Mit Geschlossenheit und Vertrauen schaffe es die FDP aus der Existenzkrise.

Der Kieler FDP-Landesvorsitzende Heiner Garg vertraut in die Bundes-FDP.

Trotz der schlechten Umfragewerte sieht der Kieler FDP-Landesvorsitzende Heiner Garg nach dem Stuttgarter Drei-Königstreffen  die realistische Chance für eine Trendwende bei der schleswig-holsteinischen Landtagswahl am 6. Mai.

«Ich weiß sehr wohl, in welcher tiefen existenziellen Krise meine Partei steckt», sagte der Sozialminister in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa.

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Er spielte dabei auch auf die jüngsten Umfragewerte von bundesweit zwei Prozent für die Liberalen an. Dennoch sei von Stuttgart ein positives Signal der Geschlossenheit ausgegangen, wie er sich das erhofft habe. Trotzdem vereinfache das Platzen der Jamaika-Koalition im Saarland die Situation nicht unbedingt.

Heiner Garg: FDP bisher zerstritten aufgetreten

Garg sieht das zentrale Problem der Bundes-FDP darin, dass sie nach außen hin als ausgesprochen zerstrittene Partei aufgetreten sei. «Dass eine solche Partei wenig Vertrauen bei den Bürgern genießt, überrascht mich nicht», sagte Garg. «Aber wenn es jetzt der Bundes-FDP gelingt, die Partei als Garant für wirtschaftliches Wachstum und damit für Wohlstand zu vermitteln, können wir das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger zurückgewinnen.»

Die FDP müsse sich auch für neue Spielregeln für die Finanzmärkte einsetzen. Und sie müsse die Energiewende so mitgestalten, dass sie für die Bürger bezahlbar sei.

Garg stärkt Rösler den Rücken

Garg vertraut außerdem auf die Führung durch Philipp Rösler. «Ich glaube, Philipp Rösler ist der richtige Vorsitzende, er muss nur zu seiner alten Stärke zurückfinden», sagte Garg. «Röslers alte Stärke besteht nicht darin, lauter als Guido Westerwelle oder auch sein neuer Generalsekretär zu sein, sondern als integrative Kraft in die Partei zu wirken.»

 

Rösler solle auf breite Teamarbeit setzen mit dem FDP-Fraktionsvorsitzenden im Bundestag, Rainer Brüderle, mit seiner hohen wirtschaftspolitischen Kompetenz und langen politischen Erfahrung. Und auf der anderen Seite gehöre dazu Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, «die wie keine Zweite für die FDP als Bürgerrechtspartei steht».

Wenn Rösler eine solch breite Teamarbeit gelinge, gebe es keinen Grund, nur wegen einer noch schlechteren demoskopischen Momentaufnahme den Bundesvorsitzenden in Frage zu stellen, sagte Garg. «Wie sollen denn Menschen wieder Vertrauen in uns fassen und auch in unsere Führung, wenn wir diese pausenlos in Frage stellen?» mahnte Garg zur Geschlossenheit. dpa/AZ

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