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04. Februar 2012 10:15 Uhr

Justiz

Fall Wikileaks: Manning muss vor Militärgericht

Der mutmaßliche Wikileaks-Informant Bradley Manning muss sich vor einem US-Militärgericht verantworten. Das teilte die US-Armee mit. Dem Soldaten wird vorgeworfen, 700 000 größtenteils geheime Dokumente an die Internet-Plattform Wikileaks weitergegeben zu haben.

Der mutmaßliche Wikileaks-Informant Bradley Manning muss sich vor ein Kriegsgericht verantworten. Foto: Michael Reynolds/ Archiv dpa

Unter anderem werden ihm Unterstützung des Feindes vorgehalten. Dafür könnte Manning zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt werden.

Alle von der Staatsanwaltschaft vorgebrachten Anklagepunkte würden an das Militärgericht überwiesen, hieß es. Bereits bei einer Anhörung vor einigen Wochen hatte die Verteidigung zur Milde aufgerufen. Durch die Enthüllungen sei kein Schaden entstanden. Daher wären 30 Jahre Haft für den Obergefreiten angemessen.

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Dagegen sprach die Anklagebehörde von erdrückenden Beweisen dafür, dass Manning «konstant, bewusst und methodisch» interne Dokumente aus Computern gezogen habe, um sie dann Wikileaks zuzuspielen. Die Plattform hatte die Unterlagen massenhaft ins Internet gestellt. Detaillierte Informationen über die Kriege im Irak und in Afghanistan sowie unzählige Diplomatendepeschen kamen an die Öffentlichkeit. Für die USA waren die Veröffentlichung zudem eine Blamage. (dpa)

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Schlagworte

Internet | Justiz | USA | Verteidigung



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