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14. Februar 2011 12:32 Uhr

Italien

Flüchtlingsdrama auf Lampedusa hält an

Die Lage auf der italienischen Insel Lampedusa bleibt nach dem Flüchtlingsstrom aus Tunesien angespannt. Die über 5000 Flüchtlinge sprengen die Kapazitäten des Flüchtlingslagers. Sizilien hat Hilfe angeboten.

Tunesische Flüchtlinge auf Lampedusa.

Die Lage auf der kleinen italienischen Insel Lampedusa bleibt nach dem Flüchtlingsstrom aus Tunesien angespannt. Die über 5000 Flüchtlinge sprengen die Kapazitäten des Flüchtlingslagers. Sizilien hat Hilfe angeboten.

Auf der kleinen Insel südlich von Sizilien platzt das Flüchtlingslager aus allen Nähten. Seit Tagen strömten Tausende von Tunesier auf die kleine italienische Insel Lampedusa. Sie alle wollten der schwierigen Lage in in ihrem Heimatland entgehen.

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In den vergangenen fünf Tagen waren über 5000 Tunesier mit Booten auf die 20 Quadratkilometer große Insel angegekommen. Angesichts des Zustroms hatte die Regierung am Samstag den humanitären Notstand ausgerufen.

Noch am Montag befanden sich laut Medienberichten weiterhin über 2200 Flüchtlinge auf Lampedusa. Das Hauptflüchtlingslager, das für 800 Menschen konzipiert ist, platzt aus allen Nähten.

Mittlerweile hat Sizilien angeboten, die Flüchtlinge aufzunehmen. Giuseppe Caruso, Präfekt von Palermo sagte am Montag, man könne provisorische Notlager mit Zelten errichten. Ihm war die Federführung im aktuellen Flüchtlingsproblem übertragen worden.

Am Montag wurde bereits ein weiteres Boot gesichtet, das von der rund 150 Kilometer entfernten Küste Tunesiens angereist kommen soll. Aufgrund der guten Wetterverhältnisse rechnen Behörden mit weiteren Flüchtlingsbooten.

Auslöser für den großen Flüchtlingsansturm ist der Sturz des tunesischen Präsidenten Zine el Abidine Ben Ali. Wegen der politischen Umwälzung ist der Grenzschutz vernachlässigt worden. Diese Chance haben Tausende von Tunesiern genutzt, um nach Europa zu kommen.

Zwischen Italien und Tunesien herrscht derweil noch kein Konsens, wie man mit der Lage umgehen sollte. Tunesien lehnte den Vorschlag Italiens ab, an der nordafrikanischen Küste italieniche Einsatzkräfte zur Eindämmung der Migrantenbewegung einzusetzen.

«Tunesien lehnt kategorisch jede Einmischung in seine inneren Angelegenheit ab», zitierte die staatliche Nachrichtenagentur TAP einen Sprecher des Außenministeriums in Tunis. Man sei jedoch bereit, mit befreundeten Staaten zusammenzuarbeiten, um zu einer Lösung für die illegale Migration zu kommen. AZ

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