Montag, 20. Mai 2013

01. Mai 2012 17:52 Uhr

Ukraine

GdP will Klarheit über Fußball-EM in Deutschland

Die Gewerkschaft der Polizei will Klarheit darüber, ob die EM 2012 in Deutschland teils ausgetragen wird. Hintergrund sind die politischen Verwicklungen mit der Ukraine.

GdP will Klarheit über Fußball-EM in Deutschland. Im Bild: Bernhard Witthaut, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP).

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) fordert in einer Pressemitteilung vom Dienstag die UEFA und die politisch Verantwortlichen dazu auf, schnell eine Entscheidung zu treffen, ob die Europameisterschaft 2012 "räumlich oder zeitlich verlegt" werden soll.

GdP will Klarheit über Fußball-EM in Deutschland

Der Bundesvorsitzender der GdP, Bernhard Witthaut, sagte: "Sollten die Spiele nicht in der Ukraine sondern in Deutschland stattfinden, könnte auf Überlegungen zurückgegriffen werden,  die vor eineinhalb Jahren diskutiert wurden. Damals stand  zu befürchten, dass die Stadien in der Ukraine nicht rechtzeitig fertiggestellt würden. Uns läuft sonst die Zeit davon."

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Die Polizei in Deutschland, so Witthaut weiter, wäre, wenn auch unter größten Anstrengungen, in der Lage, die Verlegung der EM aus der Ukraine nach Deutschland zu bewältigen.

Witthaut: Wären in der Lage EM in Deutschland zu meistern

Witthaut erklärte: "Vielleicht öffnet die aktuelle Diskussion unseren Politikern die Augen dafür, dass unsere Forderung nach ausreichend Personal nicht aus der Luft gegriffen ist. Wir müssen immer auf Überraschungen eingestellt und dafür ausgestattet sein."

GdP: EM wegen Ukraine zeitlich verschieben oder nach Polen komplett geben?

Als weitere, denkbare Alternative bezeichnete Witthaut, die Europameisterschaft zeitlich zu verschieben oder komplett zum Zweitaustragungsland Polen zu verlegen. Witthaut stellte klar: "In Polen finden immerhin die Hälfte der Spiele statt. Dabei könnten wir unsere polnischen Nachbarn nach Kräften unterstützen."

Politiker wollen Verlegung der EM-Partien nach Deutschland

Politiker mehrerer Parteien bringen eine Verlegung der EM-Spiele von der Ukraine nach Deutschland ins Gespräch - darunter auch eine Abgeordnete aus der Region.

Wirbel um EM in der Ukraine - Fall Timoschenko geht weiter

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Gabriele Fograscher (Wahlkreis Donau-Ries), Mitglied im  Sportausschuss, drängt den europäischen Fußballverband Uefa zu  einer Verlegung und schlug Deutschland als Austragungsort vor. Die  menschenrechtspolitische Sprecherin der Unions-Bundestagsfraktion,  Erika Steinbach (CDU), sagte in der Feiertagsausgabe der «Bild am  Sonntag», eine Verlegung nach Polen, Österreich oder Deutschland  «wäre das richtige politische Signal an die undemokratische  Regierung in Kiew» und würde «den größten Druck erzeugen».

Der  Vorsitzende des Bundestagswirtschaftsausschusses, Ernst Hinsken  (CSU), fordert die Uefa auf, zu prüfen, ob Polen die EM allein  ausrichten könne. Wenn nicht, müsse Deutschland als zweiter  Austragungsort geprüft werden. FDP-Generalsekretär Patrick Döring  sagte der «Bild am Sonntag», Alternativen zu den Spielstätten in  der Ukraine in Polen müssten «ernsthaft und schnell» überprüft  werden.

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