Sonntag, 19. Mai 2013

11. Mai 2012 08:54 Uhr

Schadstoffe

Gefährliches Spielzeug: Deutsche Regierung verklagt EU-Kommission

Die deutsche Regierung will offenbar die EU-Kommission verklagen. Gegenstand des Ärgers: Spielsachen für Kinder.

Die EU plant, die Grenzwerte  gesundheitsgefährdender Stoffe für Spielsachen abzusenken. Dagegen will sich die deutsche Regierung wehren. Wie die Rheinische Post am Freitag berichtet, will Deutschland die EU-Kommission verklagen und damit höhere  Gesundheitsrisiken bei Spielzeug abwehren. Diese  dürften demnach ab Juli 2013 höher mit Blei, Arsen und Quecksilber  belastet sein, als derzeit in Deutschland erlaubt ist.

Gefährliches Spielzeug: Deutschland verklagt EU

Dem Medienbericht zufolge wird die Klageschrift der deutschen Regierung anfang nächster Woche überstellt. Dabei beruft man sich auf Regierungskreise. »Es wäre absurd, wenn die neue Richtlinie dazu führen würde, dass  Kinder mehr Schadstoffen ausgesetzt sind als bisher», sagte  Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) der «Rheinischen  Post». Deutschland werde es nicht hinnehmen, dass die EU-Kommission  die Beibehaltung der höheren nationalen Standards abgelehnt habe.  Auch Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) unterstützt die  geplante Klage: Die Gesundheit der Kinder sei «das höchste Gut»,  deshalb müsse es bei den strengen Vorschriften bleiben, sagte  Rösler der Zeitung. afp/AZ

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Schlagworte

Düsseldorf | EU | Klage | Regierung