Freitag, 24. Mai 2013

15. April 2012 14:03 Uhr

Extremismus

Gratis-Koran: Geldgeber im Ausland?

Der niedersächsische Verfassungsschutz vermutet, dass die umstrittene Verteilung von Gratis-Koranen durch radikalislamische Salafisten in Deutschland aus Saudi-Arabien oder Katar finanziert wird.

Verteilung kostenloser Koran-Exemplare am Potsdamer Platz in Berlin. Foto: Britta Pedersen dpa

«Ich gehe davon aus, dass es externe Geldgeber gibt», sagt Hans-Werner Wargel, Chef des niedersächsischen Landesamts für Verfassungsschutz, dem Magazin «Der Spiegel». «Wir haben Erkenntnisse, dass in der Vergangenheit Geldströme von der Arabischen Halbinsel an das salafistische Netzwerk in Deutschland geflossen sind.»

Die Organisation «Die wahre Religion», die zu den Salafisten zählt, ließ bei der Ulmer Druckerei Ebner & Spiegel dem «Spiegel» zufolge in sechs Tranchen insgesamt 300 000 Exemplare des Koran in deutscher Sprache drucken. Die Kosten in Höhe von rund 300 000 Euro hätten die Auftraggeber vorab überwiesen. Nach Darstellung der Vereinigung würden die Kosten durch den Verkauf von Koranen an Muslime und Spenden finanziert.

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Die Salafisten wollen in Innenstädten Deutschlands, Österreichs und der Schweiz sowie im Internet insgesamt 25 Millionen Koran-Exemplare kostenlos verteilen. Am Samstag liefen entsprechende Aktionen in mehreren deutschen Städten. (dpa)

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Schlagworte

Extremismus | Islamismus | Religion




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