Um einen anderen Dauerwitz ist die Erfolgsserie nun ärmer: Simpson-Erfinder Matt Groening hat zum Jubiläum der 500. Folge verraten, in welchem Bundesstaat das Springfield liegt, das er als Vorbild für die Heimatstadt der Simpsons genommen hat: In Oregon im Nordwesten der USA.
Warum Groening das Geheimnis nicht seinen Star Homer lüften ließ? Vielleicht hat er es ihm nicht zugetraut. Denn Homer ist einer der berühmtesten Antihelden unserer Zeit. Groening soll an seinen Vater Homer gedacht haben, als er ihn erschuf. Dazu stattete er ihn mit allen bösen Klischees aus, die es über den amerikanischen Durchschnittsmann gibt: Homer ist faul, fett, dumm, egoistisch und gewalttätig. Als Sicherheitsbeauftragter im lokalen Atomkraftwerk hat er mehrmals eine Beinahe-Kernschmelze zu verantworten.
Homer Simpson hat als Vater versagt
Homer kann Süßigkeiten nicht widerstehen, womit er sich und seine Familie in unangenehme Situationen bringt. Auch Duff-Bier gehört zu seinen Schwächen: ein Grund für seine mindere Intelligenz. Sein Trinkspruch: „Auf den Alkohol – die Ursache und Lösung aller Probleme.“ Zudem fällt er bei spektakulären Unfällen immer wieder auf den Kopf: „Ich hoffe, mein Schaden hat kein Gehirn genommen.“ Seinen Sohn Bart würgt er regelmäßig mit den Worten: „Du mieser kleiner...“. Sowieso versagt Homer als Vater, dessen Alter in der Serie zwischen 36 und 42 schwankt, und er macht keinen Hehl daraus, dass er sich die drei Kinder Bart, Lisa und Maggie nicht gewünscht hat: „Ich habe drei Kinder und kein Geld. Warum kann ich nicht keine Kinder und drei Geld haben?“
Seine Frau Maggie kann ihm nie lange böse sein
Aber auch Homer hatte es nicht einfach. Seine Hippie-Mutter Mona hat die Familie verlassen, als er noch ein Kind war. Sein Vater Abe hat ihn streng erzogen. Schon in der Highschool war er ein Versager.
Trotzdem: Homer Simpson ist liebenswürdig – auf seine Art. So kann auch seine Frau Marge ihm nie lange böse sein, ebenso wie die anderen Bewohner in Springfield im Bundesstaat Oregon.