Hans-Peter Friedrich zu NPD-Verbot: Der Innenminister glaubt, dass ein Verbot der NPD wohl kaum mit der Mordserie der Neonazi-Zelle NSU zu begründen wäre.

Innenminister Hans-Peter Friedrich zu NPD-Verbot: Friedrich geht davon aus, dass ein Antrag auf Verbot der rechtsextremen NPD nicht mit der Mordserie des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) zu begründen wäre.
"Wenn die NSU der militante Arm der NPD gewesen wäre, dann wäre es relativ leicht, ein Verbotsverfahren zügig und erfolgreich durchzuführen", sagte der Innenminister der Ulmer "Südwest Presse" (Mittwochsausgabe).
"Momentan sieht es aber nicht so aus, als könnten wir diesen Beweis erbringen. Es ist wohl nicht haltbar zu sagen, dass die Politik der NPD zur Gründung der NSU geführt hat."
Die Innenminister von Bund Ländern hatten am 22. März beschlossen, gegen die NPD vorzugehen und systematisch Beweise für deren Verbot zu sammeln. Außerdem verzichtet der Verfassungsschutz bundesweit auf V-Leute in der NPD-Führung.
Über einen möglichen Verbotsantrag beim Bundesverfassungsgericht soll dann später entschieden werden. (dpa, AZ)
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