Freitag, 24. Mai 2013

07. Februar 2012 08:49 Uhr

Iran

Iran verbietet jetzt auch Simpsons-Figuren

Nach Barbie sind jetzt auch die Simpsons im Iran verboten, um die Invasion des Westens zu stoppen. US-Präsident Obama friert im Gegenzug Vermögen der iranischen Regierung ein.

Jetzt führt der Iran einen Feldzug gegen Spielzeug: Erst wurde Barbie aus den Spielzeuggeschäften verbannt, nun gilt auch für Simpsons-Figuren ein Verkaufsverbot.

Die Puppen der erfolgreichen US-Zeichentrickserie dürften nicht mehr die Ladenregale im Iran füllen, meldete die Tageszeitung «Sharq» am Montag unter Berufung auf das staatliche Institut für die intellektuelle Entwicklung von Kindern. Der Iran wolle weder das Spielzeug noch die Filme, sagte Mohammed-Hossein Farjou vom Institut. Gründe nannte er nicht. Superman und Spiderman dürfen dagegen bleiben. Sie unterstützten die Unterdrückten, sagte Farjou.

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Das iranische Regime kämpft seit Jahrzehnten gegen das, was es die «Invasion der westlichen Kultur» nennt. Teheran sind vor allem Filme, Musik, Haarschnitte und Kleidung aus dem Westen ein Dorn im Auge.

Iran: Barbie ist ein Symbol unmoralischer westlicher Kultur

Im Januar hatte die Polizei den Verkauf von Barbie-Puppen verboten. Die blonde, langbeinige Puppe sei ein «Symbol unmoralischer westlicher Kultur», hieß es. Dutzende Geschäfte, in denen die Puppen verkauft wurden, mussten daraufhin schließen.

Als Alternative zu Barbie und Ken hatte der Iran vor Jahren das islamische Geschwisterpaar Sara und Dara eingeführt. Das konservativ gekleidete, brünette Duo kam jedoch nur mäßig bei den Kindern an. 

Obama verschärft Sanktionen gegen Iran

US-Präsident Barack Obama hat im Atomstreit mit dem Iran die Sanktionen gegen Teheran noch einmal verschärft.

Er verfügte die Blockade von Eigentum und Vermögenswerten der iranischen Regierung und Zentralbank in den USA. Betroffen sind laut Weißem Haus auch alle iranischen Finanzinstitutionen. Erst Ende Januar hatte die EU mit einem Ölembargo und dem Einfrieren der Konten der iranischen Zentralbank die Gangart im Atomstreit mit dem Iran verschärft. Spätestens ab Juli sollen die Öleinfuhren gestoppt werden. AZ, dpa

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