Jetzt führt der Iran einen Feldzug gegen Spielzeug: Erst wurde Barbie aus den Spielzeuggeschäften verbannt, nun gilt auch für Simpsons-Figuren ein Verkaufsverbot.
Die Puppen der erfolgreichen US-Zeichentrickserie dürften nicht mehr die Ladenregale im Iran füllen, meldete die Tageszeitung «Sharq» am Montag unter Berufung auf das staatliche Institut für die intellektuelle Entwicklung von Kindern. Der Iran wolle weder das Spielzeug noch die Filme, sagte Mohammed-Hossein Farjou vom Institut. Gründe nannte er nicht. Superman und Spiderman dürfen dagegen bleiben. Sie unterstützten die Unterdrückten, sagte Farjou.
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Das iranische Regime kämpft seit Jahrzehnten gegen das, was es die «Invasion der westlichen Kultur» nennt. Teheran sind vor allem Filme, Musik, Haarschnitte und Kleidung aus dem Westen ein Dorn im Auge.
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Viele Länder vermuten, dass der Iran heimlich an Atomwaffen baut. Teheran bestreitet das und pocht auf sein Recht auf Kernenergie. Im Januar 2011 scheitern die Gespräche über Irans Atomprogramm. Zum Jahresende spitzt sich der Konflikt zu:
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8. November: Der Iran hat laut einem Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA vermutlich an der Entwicklung der Atombombe gearbeitet. Teheran weist das zurück. Mehrere Länder fordern, die Sanktionen gegen den Iran zu verschärfen - darunter auch Deutschland.
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18. November: Der IAEA-Gouverneursrat setzt Teheran eine letzte Frist bis Ende März 2012, alle Fragen im Atomstreit zu beantworten. Der Iran antwortet mit der Ankündigung eines Luftabwehrmanövers.
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21. November: Großbritannien bricht sämtliche Verbindungen zu iranischen Banken ab. Diese spielten eine zentrale Rolle für die Finanzierung des Atomprogramms, heißt es.
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28. November: Die Bundesregierung setzt sich für einen Stopp aller Ölimporte aus dem Iran in die EU ein. Ein solches Embargo könnte nach Angaben von Diplomaten schon Anfang 2012 in Kraft treten.
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29. November: Aus Protest gegen britische Sanktionen und den Tod eines Atomwissenschaftlers stürmen iranische Studenten das Gelände der britischen Botschaft in Teheran.
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30. November: Großbritannien weist sämtliche Diplomaten und Mitarbeiter der iranischen Botschaft in London aus. Im Gegenzug verweist der Iran britische Diplomaten des Landes und warnt den Westen vor einem Militärschlag. Deutschland und die Niederlande rufen ihre Botschafter aus Teheran zurück.
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1. Dezember: Angebliche Pläne des Irans für Anschläge auf US- Streitkräfte in Deutschland sorgen für Wirbel. Sie haben aber offenbar keine Grundlage. Die 27 EU-Außenminister beschließen, ein Verbot von Öleinfuhren aus dem Iran vorzubereiten. Das Finanzsystem des Landes soll vom Westen abgeschnitten werden.
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2. Dezember: Trotz Bedenken des Weißen Hauses stimmt der US-Senat für neue Sanktionen gegen die Teheraner Zentralbank. Unternehmen oder Geldhäusern, die mit der iranischen Notenbank zusammenarbeiten, soll der Zugang zum US-Markt verwehrt werden.
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14. Dezember: Die iranische Regierung dementiert Berichte, sie wolle bei Manövern die Straße von Hormus für Öltransporte sperren. Das war zuvor von iranischen Abgeordneten angekündigt worden.
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24. Dezember: Der Iran beginnt Seemanöver im Persischen Golf. Das Außenministerium erklärt, im Kriegsfalle könne die Straße von Hormus gesperrt werden.
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27. Dezember: Vizepräsident Mohammed Reza Rahimi erweitert die Blockadedrohung auf den Fall neuer Sanktionen: «Wenn sie (der Westen) Sanktionen gegen iranisches Öl verhängen, wird kein Tropfen Öl mehr durch die Straße von Hormus gelassen.» Die USA wiederholen daraufhin ihre Drohung mit neuen Sanktionen im Atomstreit mit Teheran.
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28. Dezember: Die US-Marine betont ihre «robuste Präsenz» im Persischen Golf und erklärt die Freiheit der Meere für unerlässlich.
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30. Dezember: Der Iran kündigt den Test von «Langstreckenraketen» an. Es geht um Mittelstreckenraketen bis 2000 Kilometer Reichweite, die alle US-Militäreinrichtungen am Golf erreichen können. Die USA geben die geplante Lieferung von Abfangraketen an die Vereinigten Arabischen Emirate bekannt. Zuvor hatten die USA schon Saudi-Arabien die Lieferung von 84 Kampfflugzeugen des Typs F-15 zugesagt.
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31. Dezember: Der Iran erklärt sein Interesse an einer Wiederaufnahme der Atomgespräche. Die EU reagiert zurückhalten. US-Präsident Obama unterzeichnet unter Protest den Militärhaushalt, der Sanktionen gegen die iranische Zentralbank vorsieht, die die iranischen Ölgeschäfte lahmlegen sollen.
Iran: Barbie ist ein Symbol unmoralischer westlicher Kultur
Im Januar hatte die Polizei den Verkauf von Barbie-Puppen verboten. Die blonde, langbeinige Puppe sei ein «Symbol unmoralischer westlicher Kultur», hieß es. Dutzende Geschäfte, in denen die Puppen verkauft wurden, mussten daraufhin schließen.

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Willi (links) und Biene Maja (rechts) waren so erfolgreich, dass das ZDF, wie im April 2011 kundgetan wurde, jetzt sogar neue Folgen produzieren will. In 3D, natürlich.

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Papa Schlumpf hat sein Dorf im Griff. Die blauen Jungs müssen gegen den bösen Gargamel und dessen fiese Katze Azrael auch zusammenhalten.

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Captain Future ist eine US-Pulp-Serie von Edmond Hamilton, die von 1940 bis 1944 erschien. Sie wurde in Europa vor allem durch die Anime-Serie bekannt, die Anfang der 1980er-Jahre im Fernsehen ausgestrahlt wurde.
Als Alternative zu Barbie und Ken hatte der Iran vor Jahren das islamische Geschwisterpaar Sara und Dara eingeführt. Das konservativ gekleidete, brünette Duo kam jedoch nur mäßig bei den Kindern an.
Obama verschärft Sanktionen gegen Iran
US-Präsident Barack Obama hat im Atomstreit mit dem Iran die Sanktionen gegen Teheran noch einmal verschärft.
Er verfügte die Blockade von Eigentum und Vermögenswerten der iranischen Regierung und Zentralbank in den USA. Betroffen sind laut Weißem Haus auch alle iranischen Finanzinstitutionen. Erst Ende Januar hatte die EU mit einem Ölembargo und dem Einfrieren der Konten der iranischen Zentralbank die Gangart im Atomstreit mit dem Iran verschärft. Spätestens ab Juli sollen die Öleinfuhren gestoppt werden. AZ, dpa
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