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13. Februar 2012 11:42 Uhr

Zum "Ungläubigen" erklärt

Journalist fürchtet wegen Twitter-Nachricht die Todesstrafe

Nach Bemerkung zum Propheten Mohammed Forderung nach Todesstrafe

Wegen Twitter-Nachrichten droht ihm nun die Todesstrafe: Malaysia hat einen wegen  seiner kritischen Bemerkung über den Propheten Mohammed gesuchten saudiarabischen Journalisten an sein Heimatland ausgeliefert.
Foto: dpa, Archiv

Wegen Twitter-Nachrichten droht ihm nun die Todesstrafe: Malaysia hat einen wegen  seiner kritischen Bemerkung über den Propheten Mohammed gesuchten saudiarabischen Journalisten an sein Heimatland ausgeliefert. Hamsa Kaschgari habe am Sonntag im Gewahrsam saudiarabischer Beamter das Land verlassen, sagte ein malaysischer Regierungsvertreter.

Offiziell als "Ungläubiger" gebrandmarkt

In dem Staat hatte Kaschgari Zuflucht gesucht, nachdem er wegen kritischer Twitter-Nachrichten massiv angefeindet worden war. Eine  über den Kurznachrichtendienst Twitter verbreitete Bemerkung  Kaschgaris über den islamischen Religionsgründer hatte in Saudi-Arabien für Empörung gesorgt. Er wurde offiziell als "Ungläubiger" gebrandmarkt, einige forderten sogar seine Hinrichtung.

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»An deinem Geburtstag werde ich mich nicht vor dir verbeugen»,  hatte Kaschgari geschrieben. «Ich habe Sachen an dir geliebt und  ich habe Sachen an dir gehasst und es gibt viel, was ich über dich  nicht verstehe.» Angesichts zehntausender empörter Reaktionen hatte  Kaschgari sich entschuldigt. Die Twitter-Nachrichten sind mittlerweile gelöscht.

Auf Facebook fordert eine Gruppe seine Hinrichtung

Ein hochrangiges Komitee islamischer  Geistlicher erklärte ihn aber zum «Ungläubigen» und forderte, dass  er vor Gericht gestellt werde. Tausende Menschen schlossen sich  daraufhin einer Facebook-Seite ein, die seine Hinrichtung fordert.

Kaschgari, der für eine Lokalzeitung in Dschiddah arbeitet, wurde  bei seiner Ankunft am Donnerstag in Malaysia aufgrund eines von  Interpol ausgestellten Haftbefehls von den malaysischen Behörden  festgenommen. Menschenrechtsgruppen forderten daraufhin die  Regierung in Kuala Lumpur auf, ihn nicht auszuliefern, da ihm bei  einem Verfahren in dem erzkonservativen Königreich die Todesstrafe drohe.

Malaysia und Saudi-Arabien unterhalten freundschaftliche Beziehung

Mit der Auslieferung hat Malaysia das Schicksal des jungen Journalisten besiegelt. Die beiden Staaten haben kein Auslieferungsabkommen, unterhalten aber freundschaftliche Beziehungen. afp

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