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11. März 2008 19:07 Uhr

Kommentar: Die USA und der Sex

In der politischen Kultur Amerikas ist der "Sex-Skandal" ein eigenes Genre, das es so in Deutschland gar nicht gibt. Von Markus Günther

Über all das kann man durchaus den Kopf schütteln. Dennoch ist es in den meisten Fällen falsch, die amerikanischen "Sex-Skandale" allein auf Verklemmtheit und überkommene Moralvorstellungen zurückzuführen. Das war schon zu Zeiten Monica Lewinskys ein deutsches Missverständnis. Denn vielfach, auch jetzt im Fall des New Yorker Gouverneurs Eliot Spitzer, geht es auch einfach um Straftatbestände, Falschaussagen und kriminelle Machenschaften zur Vertuschung dieser Straftaten. Kann man einem solchen Politiker vertrauen?

Ob damit der Grad der Aufregung und die Rücktrittsforderungen plausibel erklärt sind, ist eine andere Frage. Unterm Strich hat Spitzer vielleicht doch mehr Mitleid als Häme verdient.

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