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Russischer Regierungschef: Medwedew würde "Pussy Riot nicht ins Gefängnis stecken"

Russischer Regierungschef

Medwedew würde "Pussy Riot nicht ins Gefängnis stecken"

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    Der russische Ministerpräsident Dmitri Medwedew findet, dass Pussy Riot wieder aus der Haft entlassen werden sollten.
    Der russische Ministerpräsident Dmitri Medwedew findet, dass Pussy Riot wieder aus der Haft entlassen werden sollten. Foto: Natalia Kolesnikova Pool dpa

    Dmitri Medwedew, russicher Regierungschef, übt weiterhin Kritik an der Gefängnisstrafe für die Sängerinnen der Punkband Pussy Riot. Medwedews meinung nach seien die Sängerinnen schon lange genug in Haft.  "Wenn ich Richter  wäre, würde ich sie nicht ins Gefängnis stecken", zitierte die  russische Nachrichtenagentur RIA Nowosti am Freitag den  Ministerpräsidenten. "Ich denke einfach, dass es nicht richtig ist,  dass sie Haftstrafen verbüßen."

    Medwedew will Freiheit für Pussy Riot

    Pussy Riot - der Prozess

    Am 21. Februar stürmten drei Frauen die Christ-Erlöserkathedrale der russisch-orthodoxen Kirche in Moskau.

    Mit Masken vermummt tanzten und sangen Maria Aljochina, 24, Nadeschda Tolokonnikowa, 22, und Jekaterina Samutsewitsch, 29, durch die Kirche.

    Die Frauen gehören zur Punkband Pussy-Riot und wollten mit ihrem Auftritt gegen die Unterstützung der Regierung durch die orthodoxe Kirche protestieren.

    Auch gegen den Patriarchen der orthodoxen Kirche, Kirill, richtete sich ihr Protest.

    In ihren Songtexten sprachen sie davon "die Jungfrau Maria solle Putin rauswerfen."

    Ihren Protest bezeichnen sie als rein politisch.

    Die drei Frauen wurden im März verhaftet. Sie sind wegen Verletzung religiöser Gefühle angeklagt.

    Staatsanwalt Alexej Nikiforow bezeichnet den Auftritt der Frauen als Zeichen von "religiösem Hass und Feindseligkeit".

    Putin sprach sich für ein mildes Urteil aus. So müssen die Frauen nicht mit der Höchststrafe von sieben Jahren rechnen.

    Die Opposition bezeichnet den Prozess als staatliche Repression. Sie zweifelt die Unabhängigkeit des Gerichts an.

    Die unlängst in Straflager verlegten zwei Frauen der Moskauer Punkband Pussy Riot sollten aus Sicht von Regierungschef Dmitri Medwedew wieder in Freiheit kommen. Die Aktivistinnen seien nach ihrem Protest gegen Kremlchef Wladimir Putin in einer Kirche genug bestraft worden, sagte Medwedew am Freitag der Agentur Interfax zufolge. "Wäre ich Richter, ich hätte sie nicht zur Haft verurteilt, einfach weil ich es nicht für richtig halte, dass sie durch Freiheitsentzug bestraft werden", sagte der Jurist Medwedew.

    Zwei Jahre Lagerhaft für Sängerinnen

    Die Pussy-Riot-Mitglieder Nadeschda Tolokonnikowa und Marina Alechina waren im August wegen einer Protestaktion gegen die  Wiederwahl von Präsident Wladimir Putin in einer Moskauer  Kathedrale zu zwei Jahren Lagerhaft verurteilt worden. Ein  Berufungsgericht bestätigte die Strafen Anfang Oktober. Medwedew  hatte davor schon eine weitere Haft der Sängerinnen als  "unproduktiv" bezeichnet und für die Umwandlung der Gefängnis- in  eine Bewährungsstrafe plädiert.

    Zoff um Pussy Riot

    Seither gibt es immer wieder Zoff um die feministische Frauenband. Zum Ärger von Pussy Riot wollte sich die Ehefrau ihres Verteidigers Mark Fejgin die Markenrechte an dem inzwischen international bekannten Namen der Band sichern. Samuzewitsch, die sich vorher schon von dem Anwalt losgesagt hatte, wies darauf hin, dass es zu den Idealen der Punkband gehöre, sich nicht kommerzialisieren zu lassen. Das Patentamt in Moskau lehnte den Antrag jedoch ab, wie Fejgin der Agentur Interfax sagte. Er kündigte an, den Namen in Europa und den USA schützen zu lassen. afp/dpa/AZ

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