Montag, 20. Mai 2013

27. September 2011 08:10 Uhr

Euro-Schuldenkrise

Merkel vor Treffen mit griechischem Staatschef Papandreou

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) trifft am Dienstag mit dem griechischen Ministerpräsidenten Giorgos Papandreou zusammen. Das Gespräch findet am Abend im Kanzleramt statt.

Merkel und Papandreou Ende März während eines Treffens in Brüssel. dpa

Noch vor dem Treffen von Angela Merkel mit dem griechischen Staatschef Papandreou erörtern die Koalitionsfraktionen die anstehende Entscheidung über den erweiterten Euro-Rettungsschirm. Merkel ist zuversichtlich, dass ihre schwarz-gelbe Koalition die Abstimmung an diesem Donnerstag im Bundestag aus eigener Kraft gewinnt.

 

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Deutschland und die EU-Kommission haben den Spardruck auf Athen nochmals erhöht. Ohne greifbare Sanierungserfolge soll es kein neues Geld geben. Ohne die nächste Hilfsrate von acht Milliarden Euro ist Griechenland jedoch bald pleite.

Merkel stellt Biografie Röslers vor

Bereits am Morgen sehen sich Merkel und Papandreou beim "Tag der Industrie" im Berliner Congress Center am Alexanderplatz. Dort werden beide eine Rede halten.

Am Nachmittag kommt es dann in der Hauptstadt zu einem interessanten Treffen der Kanzlerin mit ihrem Stellvertreter Philipp Rösler. Merkel stellt die erste Biografie ("Glaube. Heimat. FDP.") über den FDP-Chef vor. Rösler sagte kürzlich, er hoffe auf eine "charmante Kommentierung".

Das Verhältnis von Merkel und Rösler galt zuletzt als angespannt. Rösler hatte mehrfach Warnungen der Kanzlerin ignoriert und eine mögliche Insolvenz Griechenlands ins Spiel gebracht, wenn es die geeigneten Instrumente dafür gebe.

Rösler fordert Griechenland zu Sparmaßnahmen auf

Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) forderte derweil die griechische Regierung wiederholt zur schnellen Umsetzung der geplanten Sparmaßnahmen auf. "Entscheidend kommt es jetzt auf die griechische Regierung an", sagte Rösler der Bild. Ohne umfassende Reformen könne es keine weiteren Hilfen geben. Rösler forderte, Griechenland müsse entschlossen an der Umsetzung der Reformen arbeiten. "Dazu zählen Haushaltsdisziplin, umfassende Privatisierungen und ein Umbau des Verwaltungsapparats", sagte er. dapd/AFP/AZ

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