Freitag, 19. Dezember 2014

03. Februar 2013 15:30 Uhr

NSU-Prozess

Mutter von Beate Zschäpe fürchtet Vorverurteilung ihrer Tochter

Vor dem Mordprozess gegen Beate Zschäpe hat sich nun ihre Mutter an die Öffentlichkeit gewandt. In einem Interview äußerte sie Zweifel an der Objektivität der Ermittlungen.

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Vor dem Mordprozess gegen Beate Zschäpe (Bild) hat sich nun ihre Mutter an die Öffentlichkeit gewandt. In einem Interview äußerte sie Zweifel an der Objektivität der Ermittlungen.
Foto: Bundeskriminalamt dpa

Gut zwei Monate vor dem Mordprozess gegen Beate Zschäpe hat sich ihre Mutter in einem Interview an die Öffentlichkeit gewandt. Die Mutter der mutmaßlichen Rechtsterroristin Beate Zschäpe hat schwere Vorwürfe gegen Polizei und Justiz erhoben. «Meine Tochter ist in den Augen ganz vieler Menschen schon jetzt vorverurteilt.

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Ich bin der Meinung, dass sich gar nicht darum bemüht wird, objektiv zu ermitteln», sagte Annerose Zschäpe (60) dem Nachrichtenmagazin «Focus». Die Situation für ihre Familie sei sehr schwierig. Sie hätte vieles klarzustellen, wolle sich aber vor dem Mordprozess gegen ihre Tochter, der am 17. April in München beginnen soll, nicht weiter äußern.

Beate Zschäpe wird ab April vor Gericht stehen

Die aus Jena stammende Beate Zschäpe muss sich wegen des Verdachts der Mittäterschaft an den zehn Morden der rechtsextremistischen Terrorgruppe «Nationalsozialistischer Untergrund» (NSU) verantworten. Das Oberlandesgericht München hat die Anklage gegen die mutmaßliche Neonazi-Terroristin Ende Januar in vollem Umfang zugelassen. dpa/AZ

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Beate Zschäpe | München | Polizei | Jena | NSU