Das Europaparlament hat für eine Verlängerung des Mutterschutzes auf 20 Wochen bei vollem Lohnausgleich gestimmt. Jetzt müssen die Regierungen der Länder im Ministerrat ihre Position festlegen.

Das Europaparlament hat für eine Verlängerung des Mutterschutzes auf 20 Wochen bei vollem Lohnausgleich gestimmt. Väter sollten demnach einen bezahlten Vaterschaftsurlaub von mindestens zwei Wochen nehmen können, forderten die Europaabgeordneten in Straßburg.
Zwei Drittel der EU-Parlamentarier stimmten für die in einem Bericht der spanischen Europaabgeordneten Edite Estrela enthaltenen Forderungen. Die EU-Kommission wollte eine Verlängerung auf lediglich 18 Wochen.
Was passiert jetzt mit dem Mutterschutz? Die EU-Regierungen müssen im Ministerrat ihre Position festlegen. Im Ministerrat ist der Vorschlag aber heftig umstritten.
Darum ging es im Vorfeld zur Entscheidung über einen besseren Mutterschutz: Die Auszeit für die Babypause soll nach Vorstellungen eines Parlamentsausschusses von 14 auf 20 Wochen verlängert werden - bei voller Bezahlung. In Deutschland beträgt der Mutterschutz 14 Wochen. Deutschland und andere EU-Länder sind gegen eine Verlängerung. Für Deutschland haben die Arbeitgeber Mehrkosten von 1,7 Milliarden Euro ausgerechnet.
Die Entscheidung war umstritten, noch direkt vor der Abstimmung herrschte im EU-Parlament große Uneinigkeit über die Vorlage. Die Bundesregierung war gegen eine Verlängerung des Mutterschutzes, genauso wie Arbeitergeber-Chef Hundt. stni
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