Dienstag, 21. Mai 2013

24. April 2012 12:28 Uhr

US-Militärübung vor Vietnam

Neuer Krach im Südchinesischen Meer

Neuer Krach im Südchinesischen Meer: China provoziert. Die USA und Vietnam setzen ihre Militärübung fort.

US-amerikanisches Militär trainiert mit Vietnam. China provoziert.

China provoziert die Philippinen im Territorialstreit um Fischgründe im Südchinesischen Meer nach Lesart Manilas weiter. Im Seegebiet Scarborough Shoal wurden fünf neue chinesische Fischerboote gesichtet, wie der philippinische Marine-Kommandeur Anthony Alcantara am Dienstag berichtete. Beide Länder beanspruchen das Gebiet mit einem unbewohnten Atoll. Es liegt rund 230 Kilometer von den Philippinen und 870 Kilometer von der chinesischen Küste entfernt.

ANZEIGE

Neuer Krach im Südchinesischen Meer - US-Übung vor Vietnam

Die philippinische Regierung hat gewarnt, dass Chinas Territorialansprüche zur Bedrohung für die freie Schifffahrt in der Region werden könnten. Manila werde Peking jetzt formell einladen, den Streit vom Internationalen Seegerichtshof entscheiden zu lassen, sagte ein Sprecher des Außenministeriums.

Manila lädt Peking jetzt formell ein

In der Region halten sich seit zwei Wochen chinesische und philippinische Aufklärungsboote in Schach. Die Chinesen hinderten die Besatzung eines philippinischen Aufklärers daran, chinesische Fischer in der Region festzunehmen. Die Fischer sind inzwischen weggefahren, aber die Aufklärer stehen sich noch gegenüber. China macht Territorialansprüche auf das Gebiet und das gesamte Südchinesische Meer geltend. Dagegen protestieren neben den Philippinen auch Vietnam, Malaysia und Brunei.

Amerikanisch-vietnamesische Militärübung geht weiter

Die chinesischen Fischer fischten illegal und seien Wilderer, sagte der Sprecher des Außenministeriums in Manila, Raul Hernandez. Die Küstenwache bleibe in der Region, um die chinesischen Schiffe zu überwachen «und unsere Territorialrechte zu unterstreichen».

«Vietnam will auch friedliche und stabile Beziehungen zu China aufbauen»

Unterdessen ging die seit einem Jahr geplante amerikanisch-vietnamesische Militärübung vor der vietnamesischen Küstenstadt Danang am Dienstag weiter. Ein Zusammenhang mit den Spannungen bei Scarborough Shoal gibt es nach Angaben der US-Marine nicht. Auch Cu Chi Loi, Direktor des halbstaatlichen Instituts für Amerikanische Studien in Hanoi, sieht keine Provokation: «Vietnam will auch friedliche und stabile Beziehungen zu China aufbauen und hat kein Interesse, China zu verärgern», sagte er. Aber im Licht der Auseinandersetzung am Scarborough Shoal sei durchaus denkbar, dass China die gemeinsame Militärübung mit Argwohn betrachte. dpa/AZ

Jetzt bestellen! Das neue iPad inkl. e-Paper.

Artikel kommentieren




Neu in den Leserblogs