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Wahl in Niedersachsen: Niedersachsen steuert auf ein großes Patt zu

Wahl in Niedersachsen

Niedersachsen steuert auf ein großes Patt zu

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    Wahl in Niedersachsen: CDU-Spitzenkandidat und Ministerpräsident David McAllister. Foto: Julian Stratenschulte/Archiv dpa
    Wahl in Niedersachsen: CDU-Spitzenkandidat und Ministerpräsident David McAllister. Foto: Julian Stratenschulte/Archiv dpa

    Zitterpartie in Niedersachsen: Bei der Landtagswahl lag Schwarz-Gelb dank einer starken FDP ersten Hochrechnungen zufolge hauchdünn vorn. Die CDU von Ministerpräsident David McAllister büßte Stimmen ein, während die FDP ein Rekordergebnis von fast zehn Prozent erzielte. Rot-Grün lag zunächst knapp hinter der Regierungskoalition, obwohl die SPD leicht zulegte und die Grünen ihr bestes Ergebnis in Niedersachsen erreichten.

    Acht Monate vor der Bundestagswahl wurde die Niedersachsen-Wahl am Sonntag auch als Stimmungstest für den Bund gesehen. Nach Hochrechnungen von ARD und ZDF lag bei der Sitzverteilung im Landtag das schwarz-gelbe Lager um ein Mandat vorn.

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    Die CDU verlor im Vergleich zu 2008 mehr als fünf Prozentpunkte und lag ersten Hochrechnungen zufolge zwischen 36 und 37 Prozent. Der Parlamentarische Geschäftsführer im Bundestag, Michael Grosse-Brömer (CDU), sagte im ZDF, er glaube, dass einige CDU-Wähler "bei der FDP ein Kreuz gemacht" haben. Viele CDU-Anhänger hätten sichergehen wollen, dass die schwarz-gelbe Koalition unter McAllister weiterregiere. Wahlkrimi in Hannover

    Die FDP lag bei knapp zehn Prozent. Das ist das beste Ergebnis in Niedersachsen überhaupt, vor fünf Jahren hatte sie 8,2 Prozent erzielt. Die bisherige Bestmarke der Liberalen waren 8,8 Prozent in den Jahren 1947 und 1963. FDP-Generalsekretär Patrick Döring wertete das Ergebnis als "Erfolg von Philipp Rösler" und sah damit dessen Verbleib an der Parteispitze gesichert.

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    Die SPD verbesserte ihr Ergebnis von 2008 um gut zwei Prozentpunkte und lag ersten Hochrechnungen zufolge zwischen 32 und 33 Prozent. SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles räumte ein, dass die niedersächsische SPD aus der Bundespartei zuletzt "keinen Rückenwind" erhalten habe. Die SPD hatte zuletzt nach einigen Patzern von Peer Steinbrück in den Umfragen an Zustimmung eingebüßt. Zugleich bekräftigte sie, dass die SPD an ihrem Spitzenkandidaten festhalten werde: "Wir werden uns auf jeden Fall mit Peer Steinbrück unterhaken."

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    Auch die Grünen erreichten ihr bislang bestes Ergebnis in Niedersachsen. Sie hatten vor fünf Jahren 8,0 Prozent erzielt und verbesserten sich um mehr als fünf Prozentpunkte. Grünen-Chefin Claudia Roth sagte, ihre Partei habe "alles getan", um einen Wechsel in Niedersachsen zu ermöglichen. Das Ergebnis zeige, dass die Grünen eine "glaubwürdige Politik" machten, fügte Roth mit Blick auf die Bundestagswahl im Herbst hinzu.

    Die Linke verpasste mit etwa drei Prozent den Wiedereinzug in den Landtag. Vor fünf Jahren hatte die Partei noch 7,1 Prozent erzielt. Die Piratenpartei scheiterte klar am erstmaligen Einzug in das Parlament, sie erreichten nur um die zwei Prozent.

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    Die Wahlbeteiligung lag mit über 60 Prozent deutlich über der von 2008, als 57,1 Prozent ihre Stimme abgaben.

    McAllister hatte das Ministerpräsidentenamt 2010 von seinem Parteifreund Christian Wulff übernommen, als dieser Bundespräsident wurde. Herausforderer Weil von der SPD ist seit 2006 Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover. afp

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