Startseite
Icon Pfeil nach unten
Politik
Icon Pfeil nach unten

Noda und Obama warnen Nordkorea vor Atomtest

Politik

Noda und Obama warnen Nordkorea vor Atomtest

  • |
  • |
  • |
    Noda und Obama warnen Nordkorea vor Atomtest.
    Noda und Obama warnen Nordkorea vor Atomtest. Foto: dpa

    Obama bekommt hohen Besuch aus Tokio. Es geht um einen Ausbau der Partnerschaft zwischen beiden Ländern - und natürlich auch um Nordkorea.

    Noda und Obama warnen Nordkorea vor Atomtest

    Nordkorea - Zehn Fakten zum kommunistisch besetzten Land

    Nordkorea heißt ausführlich Demokratische Volksrepublik Korea.

    Nordkorea ist einer der wenigen letzten stalinistischen Staaten.

    Hauptstadt von Nordkorea ist Pjönjang.

    Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Korea aufgeteilt in eine US-amerikanische und sowjetische Besatzungszone.

    Der Korea-Krieg zwischen 1950 und 1953 zementierte die Spaltung zwischen dem Norden und Südkorea.

    Die drei bisherigen Staatsführer Nordkoreas heißen: Kim Il-Sung, Kim Jong-Il und Kim Jong-Un.

    Das Land hat etwa 24 Millionen Einwohner, die auf einer Fläche von 122.762 Quadratkilometern leben.

    Nordkorea grenzt an Südkorea, China und auf wenigen Kilometern Länge auch an Russland.

    Die Nordkoreaner sind traditionell Buddhisten und Konfuzianisten. Mittlerweile dürfte aber ein großer Teil durch den Stalinismus konfessionslos sein.

    Die Flagge des kommunistischen Landes ist blau, rot und weiß mit einem Roten Stern.

    US-Präsident Barack Obama und der japanische Regierungschef Yoshihiko Noda haben am Montag Nordkorea vor einem Atomversuch gewarnt. Die Spitzenpolitiker machten nach einem Treffen im Weißen Haus gemeinsam Front gegen "weitere provokative Aktionen", nachdem ein nordkoreanischer Raketenstart kürzlich gescheitert war.

    Es war der erste Besuch eines japanischen Ministerpräsidenten in Washington, seit die Demokratische Partei DPJ in dem Land 2009 an die Regierung gekommen ist.

    Nordkorea nach gescheitertem Raketenstaat aggressiv

    Die Atomwaffenstaaten der Welt

    Neben den fünf offiziellen Atommächten USA, Russland, Großbritannien, Frankreich und China gelten auch Indien, Pakistan, Israel und Nordkorea als Besitzer nuklearer Sprengköpfe. Nach Schätzung der Federation of American Scientists (FAS) gibt es weltweit rund 19.500 Sprengköpfe (Atombomben), von denen 4830 einsatzbereit sind.

    Atomstaat / Sprengköpfe / davon einsatzbereit

    Russland 10.000 2430

    USA 8500 1950

    Frankreich 300 290

    China 240 unbekannt

    Großbritannien 225 160

    Pakistan 90 bis 110 unbekannt

    Indien 80 bis 110 unbekannt

    Israel 80 unbekannt

    Nordkorea weniger als 10 unbekannt (dpa)

    Die USA und viele andere Länder werten den nordkoreanischen Raketentest als Teil von Bestrebungen, eine Trägerrakete für nukleare Sprengköpfe zu entwickeln. Nordkorea werde dadurch nur noch tiefer in die Isolation geraten, sagte Obama auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Noda. Pjöngjang wisse genau, dass die USA, Japan, Südkorea und weitere Staaten in der Region gemeinsam darauf bestünden, dass Nordkorea sich an internationale Normen halte. Es wisse auch, dass es sich von weiteren provokativen Aktionen nichts kaufen könne.

    Noda wies darauf hin, dass in der Vergangenheit auf nordkoreanische Tests von Raketentechnologien Atomtests gefolgt seien. Es bestehe eine "große Möglichkeit", dass das auch diesmal so sein werde.

    Nordkorea Hauptthema zwischen Japan und USA

    Südkorea - Wohlstand im Schatten des Stalinismus

    Südkorea liegt in Ostasien und ist der südliche Teil der Koreanischen Halbinsel.

    Die Hauptstadt Südkoreas ist Seoul.

    Das Land ist 99.392 Quadratkilometer groß und hat 50 Millionen Einwohner.

    Die Währung von Südkorea ist der Won.

    Die Unabhängigkeit erlangten die Südkoreaner am 15. August 1948. Dieser Tag ist auch der Nationalfeiertag.

    Das Kfz-Kennzeichen ist ROK, die Domainnamen im Internet enden auf .kr und die Telefonvorwahl ist die +82.

    Die Flagge Südkoreas, "Taegeukgi", ist weiß, schwarz mit einem rot-blauen Yin und Yang-Zeichen in der Mitte. Um diesen Kreis sind sogenannte Trigramme mit vielen Bedeutungen angebracht.

    Die größten Städte Südkoreas sind: Seoul, Busan, Incheon, Daegu, Daejeon.

    Amtssprache der Präsidialrepublik ist Koreanisch.

    Korea ist gespalten zwischen Süd- und Nordkorea. Offziell befinden sich die beiden Länder noch immer im Krieg.

    Nordkorea gehörte nach Obamas Angaben zu den Hauptthemen bei dem Treffen mit Noda. Beide Spitzenpolitiker vereinbarten außerdem eine engere Zusammenarbeit bei der Nutzung von Kernenergie zu zivilen Zwecken, bei der Erforschung und Entwicklung sauberer Energien sowie beim Schutz vor Cyberattacken.

    US-Militär - Maschinerie vor neuen Herausforderungen

    Die amerikanischen Streitkräfte heißen "United States Armed Forces".

    Das US-Militär besteht aus den vier Teilstreitkräften US Army, US Air Force, US Navy und US Marine Corps.

    Das US-Militär ist das bestausgerüstete und schlagkräftigste Militär der Welt.

    Die US-Armee hat etwa 1,5 Millionen aktive Soldaten und 1,1 Millionen Reservisten.

    Oberbefehlshaber über die US-Streitkräfte ist der US-Präsident. Die demokratische Kontrolle üben die zwei Kammern des Kongresses aus.

    Die USA geben jährlich etwa 900 Milliarden Dollar für ihr Militär aus.

    Die militärische Führung haben die Kommandeure der Unified Combatant Commands.

    Die höchste Mannstärke aller Zeiten hatte die US-Armee 1945 erreicht, als mehr als 12 Millionen Personen unter Waffen standen.

    Die USA waren an allen großen Kriegen des 20. Jahrhunderts beteiligt. Sogenannte asymmetrische Kampfformen (Bürgerkrieg, Guerilla, Taliban etc.) stellen die USA vor neue Herausforderungen.

    So taten und tun sich die USA schwer im Kampf gegen Länder wie Irak, Afghanistan und Co., wo sie auf keine regulären Streitkräfte treffen.

    Bereits in der vergangenen Woche hatten sich beide Länder auf den Abzug von 9000 US-Marineinfanteristen aus Okinawa verständigt. Er soll Belastungen für die einheimische Bevölkerung verringern und nach US-Angaben zugleich einer geänderten Sicherheitslage in der asiatischen Region Rechnung tragen. Demzufolge werden die abgezogenen Soldaten nach Guam, Australien und Hawaii verlegt. dpa/AZ

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein
    Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden