Mittwoch, 22. Mai 2013

23. April 2012 10:12 Uhr

Nordkorea droht Seoul mit Vernichtung in wenigen Minuten

Nordkoreas Militär hat gedroht, die südkoreanische Hauptstadt Seoul in Schutt und Asche zu legen.

Der Ton wird schärfer: Nordkorea hat Südkorea mit der Vernichtung der Hauptstadt Seoul gedroht. «Spezielle Aktionen» würden alles «in drei oder vier Minuten mit beispiellosen Mitteln und Methoden» in Asche verwandeln, hieß es in einer am Montag veröffentlichten Erklärung des Militärs mit Blick auf die Regierung und regierungsnahe Medien in Seoul. Die Armee warf der Regierung von Präsident Lee Myung Bak und konservativen südkoreanischen Medien vor, die öffentliche Meinung gegen Nordkorea aufzuhetzen.

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Pjöngjang wirft Südkorea Beleidigung von Staatsführer vor

Das stalinistische Regime Nordkoreas kritisiert seit Monaten die südkoreanische Regierung in extremen Tönen. Am Freitag forderten zehntausende Menschen auf einer Kundgebung in Pjöngjang den Tod Lees. Sie warfen ihm eine Beleidigung des nordkoreanischen Staatsgründers Kim Jong Il vor. Aus Sicht des Nordens hat Lee die Feiern zum hundersten Geburtstag des Staatsgründers «entweiht», die am 15. April mit großem Pomp begangen wurden.

Nordkoreas Streitkräfte drohen Seoul mit Vernichtung

Lee Myung Bak hatte unter anderem den Sinn der hohen Kosten des Satellitenstarts anlässlich der Feiern in Frage gestellt. Er verwies darauf, dass ein großer Teil der Bevölkerung unter akuter Lebensmittelknappheit leidet. Nach Angaben Lees hätten mit den geschätzten 850 Millionen Dollar (644 Millionen Euro), die der Abschuss des Beobachtungssatelliten kostete, 2,5 Millionen Tonnen Getreide gekauft werden können. Der internationale scharf kritisierte Start war letztlich fehlgeschlagen, da die Rakete nach wenigen Minuten ins Meer stürzte.

Massenkundgebung in Pjöngjang gegen Südkoreas Präsidenten

In der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang hatte bereits am Freitag eine Massenkundgebung gegen den südkoreanischen Präsidenten Lee Myung Bak stattgefunden. Auf Bildern des staatlichen Fernsehens waren Soldaten und Zivilisten auf dem Kim-Il-Sung-Platz zu sehen, die in Sprechchören das konservative Staatsoberhaupt des Nachbarlandes schmähten. Ein großes Plakat zeigte eine Karikatur Lees mit durchschnittener Kehle, auf einem anderen wurde er von einer Faust zerschmettert. afp/AZ  

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Schlagworte

Nordkorea | Pjönjang | Seoul | Südkorea



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