Wetter
Fr.
-9°C
Wetter
Sa.
-8°C

14. März 2010 10:14 Uhr

Missbrauchsskandal

Papst Benedikt XVI. hüllt sich in Schweigen

Papst Benedikt XVI. schweigt weiter zum sexuellen Missbrauch an katholischen Einrichtungen. Beim Angelus-Gebet in Rom ging er mit keinem Wort auf den Skandal ein.

Katholiken warten auf ein Wort des Papstes
Foto: DPA

Papst Benedikt XVI. schweigt weiter zum sexuellenMissbrauch an katholischen Einrichtungen in Deutschland. BeimAngelus-Gebet am Sonntag in Rom ging der deutsche Pontifex mit keinemWort auf den Skandal ein.

Häufig thematisiert Benedikt bei demGebet am Ende der Messe durchaus aktuelle Ereignisse. Es war der ersteöffentliche Auftritt des Papstes, nachdem am Freitag eine folgenreicheEntscheidung aus Joseph Ratzingers Amtszeit als Münchner Erzbischof(1977 bis 1982) bekannt geworden war. Der spätere Papst hatte 1980 derVersetzung eines Priesters von Essen nach München zugestimmt, der zuvoreinen Elfjährigen sexuell missbraucht haben soll. Später wurde derPriester wegen erneuten sexuellen Missbrauch verurteilt.

ANZEIGE

Ebenfallsam Freitag hatte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz RobertZollitsch, bei einer Audienz mit dem Papst über die Missbrauchfällegesprochen. Danach drang lediglich an die Öffentlichkeit, dass derPapst sehr erschüttert sei. Zugleich wehrte sich der Vatikan gegenVorwürfe gegen Benedikt.

«In den letzten Tagen gab es einige,die mit einer gewissen Verbissenheit in Regensburg und in München nachElementen gesucht haben, um den Heiligen Vater persönlich in dieMissbrauchsfragen mit hineinzuziehen», wandte sich Vatikan-SprecherFederico Lombardi am Samstag gegen direkte Angriffe auf dasKirchenoberhaupt. dpa

Artikel kommentieren