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11. Januar 2010 15:27 Uhr

Flughäfen

Piratenpartei protestiert nackt gegen Nacktscanner

Entkleidet bis auf die Unterwäsche: Mitglieder der Piratenpartei haben gegen den Einsatz von Nacktscannern an deutschen Flughäfen demonstriert. Im Internet ist die Aktion auf zahlreichen Videos und Fotos zu sehen.

Nackt gegen Nacktscanner auf dem Flughafen Frankfurt: Mitglieder der Piratenpartei. (Bild: Christian Hufgard)
Foto: Christian Hufgard, Piratenpartei Hessen

Mitglieder der Piratenpartei haben am Sonntag an drei deutschen Flughäfen gegen die Einführung von sogenannten Nacktscannern protestiert. Dafür zogen sich die Demonstranten bis auf die Unterwäsche aus und posierten mit Transparenten der Piratenpartei.

Die zeitgleiche Aktion fand unter dem Motto "Ihr braucht uns nicht scannen. Wir sind schon nackt" an den Flughäfen Berlin-Tegel, Düsseldorf und Frankfurt statt. Nach Angaben der Piratenpartei war die Demonstration bereits nach wenigen Minuten zu Ende.

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Wie auf Fotos und Videos im Internet zu sehen ist, versammelten sich in Frankfurt sechs Aktivisten im Check-In-Bereich des Flughafens. In Berlin-Tegel waren es mehr als ein Dutzend, in Düsseldorf mindestens sechs. Teilweise begleiteten Ordnungskräfte und Pressevertreter die Demonstranten.

"Die Nacktscanner erhöhen die Flugsicherheit nicht, aber sie verletzen die Persönlichkeitsrechte der Reisenden", sagte Parteisprecher Simon Lange, der an der Aktion teilnahm. Die Bundesregierung müsse die "unsinnigen Plänen" beenden.

Die umstrittenen Körperscanner sollen frühestens ab Sommer an deutschen Flughäfen getestet werden. Der geplante Einsatz hat seit dem Attentatsversuch in einer US-Maschine Ende Dezember in Deutschland eine Debatte über Persönlichkeitsrechte ausgelöst. fsc

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