Montag, 20. Mai 2013

28. Februar 2012 10:34 Uhr

Wahlkampf in Frankreich

Präsidentschaftskandidat Hollande fordert Spitzensteuersatz von 75 Prozent

Frankreichs Spitzenmanager verdienen enorm viel. Davon will Francois Hollande, Herausforderer von Nicolas Sarkozy, etwas abhaben: Er fordert einen Spitzensteuersatz von 75 Prozent.

Der sozialistische Präsidentschaftskandidat François Hollande will im Falle eines Wahlsieges in Frankreich einen Spitzensteuersatz von 75 Prozent einführen. Dieser solle für Einkommen von über eine Million Euro im Jahr gelten, kündigte Hollande am Montagabend im Fernsehsender TV1 an.

Hollande will Spitzensteuersatz von 75 Prozent

Er verwies dabei auf die immens hohen Einkommen französischer Spitzenmanager.

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Sozialist liegt in Frankreich in Umfragen vor Sarkozy

In Frankreich wird in zwei Wahlgängen im April und Mai ein neuer Präsident gewählt. Hollande ist der wichtigste Herausforderer von Staatschef Nicolas Sarkozy. In Umfragen liegt der Sozialist derzeit klar vor dem Amtsinhaber.

Die französische Zeitung «Le Télégramme» aus Brest in der Bretagne schreibt zum Präsidentschaftswahlkampf in Frankreich, bei dem Amtsinhaber  Nicolas Sarkozy einer jüngsten Umfrage zufolge gegenüber seinem sozialistischen Herausforderer François Hollande wieder aufholt.

Sarkozy: ein gefährliches Wahlkampftier

»Sarkozy, den man vor zwei Wochen noch für politisch tot hielt,  erweist sich wie erwartet als ein gefährliches Wahlkampftier. (...)  Wie auch immer - die Rechte schöpft wieder Hoffnung. Und sie wird darin von den Sozialisten noch bestärkt. Sie räumen nun ein, dass Nicolas Sarkozy beim ersten Wahldurchgang vorne liegen könnte. Auch  wenn sie nach wie vor glauben, er werde im zweiten Durchgang mangels ausreichender Reservestimmen geschlagen. Die  Regierungspartei UMP zählt jedenfalls darauf, dass die neue Dynamik den Trend (zugunsten Sarkozys) umkehren kann.» AZ/afp

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