Samstag, 16. Dezember 2017

09. November 2016 09:36 Uhr

Reaktionen

Pressestimmen zum Trump-Sieg: "Die Welt muss sich fürchten"

Aktuellen Pressestimmen zu Donald Trump und seinem Sieg bei den US-Wahlen. Viele Kommentatoren sind geschockt über das Ergebnis - und fragen sich, was nun passiert.

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Aktuellen Pressestimmen zu Donald Trump und seinem Sieg bei den US-Wahlen. Viele Kommentatoren sind geschockt über das Ergebnis - und fragen sich, was nun passiert.
Foto: Jim lo Scalzo (dpa)

Der Tenor der Pressestimmen zu Donald Trump und seinem Wahlsieg ist eindeutig: Auf die USA und die Welt kommen mit dem neuen, unberechenbaren US-Präsidenten schwere Zeiten zu. Ein Überblick über erste Reaktionen und Stimmen. 

"Donald Trump war lange nur ein schlechter Scherz. Jetzt wird er Präsident. Die Welt muss sich fürchten vor dem, was diesem unberechenbaren Mann als Nächstes einfällt." Zeit Online

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"Trumps Erfolg ist der Triumph eines aufrührerischen, teils menschenverachtenden Vulgär-Populismus und eine schallende Ohrfeige für das Establishment und die politische Elite in den USA und für dessen Repräsentantin, Hillary Clinton." Deutsche Welle

"Donald Trump will Amerika wieder "great", großartig, machen. Glaubt man seinen Ankündigungen, will er dabei rücksichtslos vorgehen. (...) Die eigentlich wichtige Frage lautet deshalb nun: Wird das amerikanische System der Checks and Balances zwischen den Institutionen verhindern können, dass ein Mann, der wie ein Autokrat spricht, auch wie ein Autokrat regiert?" Spiegel Online

Pressestimmen zum Trump-Sieg: "Der Populismus hat über die Vernunft gesiegt"

"Trump hat geschafft, was er stets angekündigt hatte: Bürger zu mobilisieren, die schon lange nicht mehr zur Wahl gegangen waren und bei denen sich viel Frust und Protest angestaut hat. (...) Für Deutschland und Europa brechen harte Zeiten an." Tagesschau.de

"Die Vereinigten Staaten werden künftig von einem Präsidenten regiert, der einen Großteil der althergebrachten Konventionen verachtet. Polarisierend, ungehobelt, rüpelhaft, ein Brandstifter und Spalter, der offen mit rassistischen Ressentiments spielt. Ein Hassprediger, ein notorischer Lügner, den nicht wenige Psychiater aus der Ferne zum Prototypen eines Soziopathen mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung erklärt haben." t-online

"Nach dem Brexit wird dem alten Gebäude westlicher Ordnung ein neuer Schlag versetzt. Der Zorn vieler Amerikaner war ganz offenkundig stärker als die Skrupel, sich auf ein gefährliches Experiment demokratischen Richtungswechsels einzulassen. (...) Für Amerikas Freunde und Verbündete heißt es jetzt, sich mit der neuen Lage vertraut zu machen und sich ganz fest anzuschnallen!" FAZ

"Der Populismus hat über die Vernunft gesiegt. Wenn Donald Trump den Amtseid als Präsident geschworen hat, werden wir die Vereinigten Staaten bald nicht wieder erkennen." Stuttgarter Zeitung

"Trumps Triumph ist ein Fanal für das Ende dessen, was wir über Jahrzehnte für Demokratie hielten: Ausgleich der Interessen, Minderheitenschutz, Verteidigung der in Stein gemeißelten "Human rights". Das alles wird weltweit zunehmend die Sache einer Minderheit." Lippische Landes-Zeitung

"Der Ausgang der US-Wahl wird von Populisten weltweit zum Vorbild genommen werden. Sie werden sagen: Wenn selbst in einem Land, das sich bislang als äußerst stabile Demokratie ausgezeichnet hat, ein Demagoge mit simpler Botschaft an die Spitze des Staates gewählt wird, wird uns das zu Hause auch gelingen. Es braucht nicht viel Fantasie, um sich die Feierstimmung vorzustellen, in der sich AfD, Front National und andere Gruppierungen dieses weltanschaulichen Zuschnitts jetzt befinden." Berliner Zeitung

"Die Wahl von Donald Trump ist der Preis dafür, dass die US-Medien nicht nur seine Talente, sondern auch seine Skandale nicht ernst genommen haben." Blick.ch

"Ein Narzisst, ein notorischer Lügner, ein Sexist, ein Rassist, ein Chauvinist, ein Populist, ein Demagoge - vielfach belegt in diesem anderthalbjährigen Wahlkampf, so drastisch es auch klingen mag - ist nun das, was man gemeinhin mächtigster Mann der Welt nennt. Die Vorstellungskraft auch vieler Politiker reicht noch nicht aus, um die Folgen dieser Wahl abzuschätzen. Dass er die USA in gewaltige Probleme stürzen wird, ist jedenfalls keine sonderlich gewagte Vorhersage." Süddeutsche

Presseschau: "Für Deutschland fallen die Würfel nun ganz und gar neu"

"Für Deutschland, besonders auch für Angela Merkel, fallen die Würfel nun ganz und gar neu. Statt auf Hillary Clinton trifft Merkel auf einen Präsidenten, der darauf pochen kann, die größte Wählermehrheit seit Bushs Sieg 2004 zustande gebracht zu haben. Sie trifft auf einen Präsidenten, der Clinton ins Gefängnis bringen will, der Folter als notwendig bezeichnet hat, der zu Atomwaffen ein ungeklärtes Verhältnis besitzt und der die Bundeskanzlerin als die Vertreterin einer Politik eingestuft hat, die abgeschafft gehöre." Die Welt

"Mit Donald Trump hat Amerika einen Demagogen zum 45. amerikanischen Präsidenten gewählt. Die grosse Frage lautet nun, inwiefern sich Kandidat und Präsident voneinander unterscheiden werden." NZZ

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